In La Línea de la Concepción ist die erste Halbzeit abgepfiffen worden, der HSV führt gegen den spanischen Liga-Vorletzten FC Malaga mit 2:1. Die Tore erzielten Filip Kostic (7.) und Sejad Salihovic (39.). Mit einem krassen Patzer hatte Kyriakos Papadopoulos (22.) zwischenzeitig den Ausgleich der Spanier begünstigt. Fazit: Der HSV fand zunächst gut in die Partie, verlor dann den Faden und kam etwas glücklich wieder zur Führung.

Es ist „nur“ ein Testspiel, für den HSV aber von großem Wert, denn die Partie heute (17.30 Uhr) gegen den spanischen Liga-Vorletzten FC Malaga ist eine von zweien im Rahmen der Vorbereitung auf den Rückrunden-Start beim FC Augsburg. Trainer Markus Gisdol setzt dabei auf folgende Startelf: Mathenia – Diekmeier, Papadopoulos, van Drongelen, Douglas Santos – Janjicic, Salihovic – Hahn, Waldschmidt, Kostic – Wood

Der HSV zauberte ihn plötzlich aus dem Hut hervor, verpflichtete am 13. September 2017 den vereinslosen Sejad Salihovic, um dem Kader mehr Qualität zu verleihen. „Sejad ist ein erfahrener Bundesliga-Spieler, der über Jahre hinweg seine Qualitäten unter Beweis gestellt hat und auf mehreren Positionen variabel einsetzbar ist. Er kann uns auch kurzfristig eine Hilfe sein“, erklärte Sportchef Jens Todt damals die Verpflichtung. 14 Spieltage später dürfte sich im Volkspark, aber auch beim bosnischen Nationalspieler, Ernüchterung breit gemacht haben. Seine Bilanz ist erschreckend. Nur in vier von 14 möglichen Spielen kam der Freistoßspezialist zum Einsatz, stand fünf Mal aus Leistungsgründen nicht im Kader. Zu wenig, für einen Spieler, der als Soforthilfe verpflichtet wurde.

Sportchef Jens Todt hat diesen Winter einige Entscheidungen zu treffen und Verhandlungen zu führen. Gleich neun Profi-Verträge laufen im Sommer aus. Mit Dennis Diekmeier, Gotoku Sakai und auch Nicolai Müller wurde bereits gesprochen. Entschieden ist aber noch nichts. Noch völlig offen scheint die Lage bei Aaron Hunt. Lewis Holtby, Sven Schipplock und Sejad Salihovic dürften es schwer haben, in Hamburg zu bleiben. Das gilt auch für den Dauerpatienten Bjarne Thoelke und Keeper Andreas Hirzel.