Am Sonnabend bei 1899 Hoffenheim absolviert Aaron Hunt sein 300. Spiel in der Bundesliga. An das 299. wird er sicher immer gern zurückblicken, schließlich gelang ihm mit dem 3:2 gegen Schalke ein ebenso wichtiges wie schönes Tor. Auf der Internetseite des HSV sagt Hunt über seinen Hammer: „Ich hatte das so gar nicht geplant. Ich habe den Ball bekommen und dann geguckt, welche Optionen ich habe. Dabei habe ich festgestellt, dass ich keine Option habe. Dann habe ich einfach draufgehalten. Natürlich gehört in so einem Moment auch etwas Glück dazu, dass der Ball so im Winkel einschlägt. Doch wir waren diesmal mit dem Sieg einfach dran und hätten vorher schon gegen Hertha und Stuttgart mehr verdient gehabt.“

Nicht im Kader stand am Sonnabend gegen Schalke Stürmer Bobby Wood. Der US-Boy dürfte es auch künftig schwer haben. „Das alles ist etwas schade, weil er eigentlich eine Menge mitbringt“, sagt Trainer Christian Titz, der aber klar urteilt: „Andere machen es zurzeit einfach besser.“ Wood hat in dieser Saison in 20 Einsätzen erst ein Tor erzielt. In den letzten fünf Spielen stand er nur einmal im Kader.

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Vor dem Heimspiel des HSV gegen den FC Schalke 04 (3:2) haben sich etwa 100 Hooligans aus Hamburg und Kopenhagen auf der eine sowie Gelsenkirchen auf der anderen Seite in der Nähe der Reeperbahn eine Massenschlägerei geliefert. Auf der Twitter-Seite von „Casual Ultra“ wurde ein Video des Gewaltausbruchs der rivalisierenden Fußball-Anhänger geteilt:

Nach 15 Spielen in Folge ohne Dreier klappte es am Sonnabend gegen Schalke 04 endlich mal wieder mit einem Sieg für den HSV. Einer der Garanten: Douglas Santos. Mit seinem Einwurf über 37 Meter in den Straftraum der Königsblauen bereitere der Brasilianer den so wichtigen Ausgleich durch Filip Kostic vor. Kein Wunder, dass Santos das Glücksgefühl erst mal auskosten will: „Wir wollten den Sieg unbedingt, haben so lange auf diesen Moment gewartet. Das fühlt sich einfach fantastisch an.“

Vor dem Spiel hatte Trainer Christian Titz einen flammenden Appell an die HSV-Anhänger gerichtet: „Wir brauchen unsere Fans gegen Schalke als zwölften Mann.“ Nach dem 3:2 über den Champions-League-Anwärter bedankte sich der HSV-Coach für die Unterstützung von den Rängen: „So hatten wir uns das erhofft. Die Fans waren fantastisch. Sie haben die Mannschaft getragen.“

Nicht nur in Hamburg, sondern auch in Gelsenkirchen wurde das Duell noch einmal genau analysiert. „Der HSV hat uns jetzt nicht überrascht“, versicherte Manager Christian Heidel nach dem 2:3, „Domenico Tedesco hat es genau so erwartet. Nur: Unsere Spieler haben sich nicht ganz an den Plan gehalten, wie man dagegenhalten soll. Dass es die vielleicht letzte Chance vom HSV war und dass die hier aufdrehen, dass der Rasen da qualmt, war uns allen klar“, so Heidel. Mittelfeld-Antreiber Leon Goretzka stellte fest: „Der HSV hat auf mich in keiner Phase verunsichert gewirkt. Ganz im Gegenteil. Nach den ersten fünf bis zehn Minuten hat man bei uns irgendwie das Gefühl gehabt, dass keiner mehr den Ball haben wollte, weil alle Angst hatten.“