Die ersten Personalentscheidungen im Hinblick auf die kommende Saison hat der HSV nun offiziell bekanntgegeben. Vorstand Frank Wettstein und Direktor Sport Bernhard Peters verabschiedeten sich heute im Volkspark von Torwart Andreas Hirzel, Sven Schipplock, Dennis Diekmeier, Sejad Salihovic und Bjarne Thoelke.

Vorstand Frank Wettstein (l.) und Bernhard Peters (r.) verabschieden , Torwart Andreas Hirzel, Sven Schipplock, Dennis Diekmeier, Sejad Salihovic und Bjarne Thoelke. (Foto: HSV)

Nach insgesamt 32 Einsätzen in der Bundesliga für den HSV ohne Treffer ist Sven Schipplock reif für die Insel. Wie das „Abendblatt“ berichtet, steht der 29-jährige Angreifer vor einem Wechsel zum walisischen Premier-League-Aufsteiger Cardiff City. Da der Vertrag in Hamburg am 30. Juni ausläuft, ist Schipplock ablösefrei zu haben.

Einen Tag vor dem Spiel gegen Hertha BSC (1:2) musste Christian Titz seinen Mammut-Kader von 28 Spielern auf 18 Profis reduzieren. Dabei traf es auch eine Reihe erfahrener Kicker. Wie die „Bild“ berichtet, führte der HSV-Coach mit Mergim Mavraj, André Hahn, Walace, Sven Schipplock und Dennis Diekmeier zwar Einzelgespräche, um sie zu informieren. Dabei sollen sie aber dem Bericht nach „wortlos und per Fingerzeig vor versammelter Mannschaft“ von Torwart-Trainer Nico Stremlau ins Büro des neuen Chefs zitiert worden sein, was viele Profis als „von oben-herab-Attitüde“ empfunden haben sollen.

Es war eine Mischung aus Frust, Resignation und Verzweiflung, die sich nach dem 0:0 gegen Mainz in den Augen der Profis und des Trainers widerspiegelte. „Wir haben bis zum Ende Hoffnung. Egal in welcher Situation wir sind, unsere Mannschaft gibt alles“, versuchte sich Kapitän Gotoku Sakai kämpferisch zu geben. Trainer Bernd Hollerbach erklärte: „Jedem Spieler war bewusst, dass es ein sehr, sehr wichtiges Spiel für uns war, um wieder ranzukommen. Es tut mir unfassbar leid für die Mannschaft und die Fans, dass wir uns für den Aufwand nicht belohnt haben. Dass es jetzt sehr schwer wird, das weiß jeder.“ Sven Schipplock: „Ich bin von meinem Naturell her ein Mensch, der erst dann aufgibt, wenn es rechnerisch wirklich nicht mehr möglich ist. Gleichzeitig bin ich aber auch Realist genug, um zu wissen, dass wir dieses Spiel gewinnen hätten müssen, um uns eine Restchance im Schlussspurt offen zu lassen.“