Vier Spiele sind in der laufenden Saison noch zu absolvieren. Noch ist offen, in welcher Liga es für den HSV in der kommenden Serie weitergeht. Sollte Christian Titz seinen Platz im Abstiegsfall räumen müssen, beginnt in Hamburg mal wieder die Trainersuche. Die MOPO gibt einen Überblick, welche Fußball-Lehrer derzeit auf dem Markt sind und für das Projekt Wiederaufstieg interessant wären: Peter Bosz (54, zuletzt Dortmund, seit Dezember 2017 vereinslos), Mike Büskens (50, zuletzt Schalke 04, seit April 2017 vereinslos), Slaven Bilic (49, zuletzt West Ham United, seit November 2011 vereinslos), Markus Weinzierl (43, zuletzt Schalke 04, seit Juni 2017 vereinslos), Martin Schmidt (51, zuletzt VfL Wolfsburg, seit Februar 2018 vereinslos), Marcel Koller (57, zuletzt Nationaltrainer Österreich, seit Oktober 2017 verfügbar) und Hannes Wolf (37, zuletzt VfB Stuttgart, seit Januar 2018 vereinslos).

Markus Schmidt wurde als Schiedsrichter für das Spiel HSV gegen Mainz eingeteilt. Für den Personalleiter aus Stuttgart ist es der 19. Einsatz als Hauptschiedsrichter bei einem HSV-Spiel. Seine Bilanz aus Hamburger Sicht: Sechs Siege, fünf Remis und sieben Niederlagen. Auffällig: Die letzten acht Spiele mit Schmidt an der Pfeife konnten die Hamburger nicht gewinnen.

Mit einem Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz und Mainz 05 sowie sieben Punkten vor dem Vorletzten HSV steht der VfL Wolfsburg derzeit auf Platz 14 – und nun ohne Trainer da. Wie der „Kicker“ berichtet, hat Martin Schmidt (50) bei den Niedersachsen heute hingeschmissen. Möglich, dass Ex-HSV-Coach Bruno Labbadia nun zum Retter der „Wölfe“ werden soll. Er war schon vor der Schmidt-Verpflichtung im Oktober 2017 in Gesprächen mit dem VfL.

Nach Eurosport-Experte Matthias Sammer („Gebt doch dem Platzwart den Ball“) ätzte auch Wolfsburgs Trainer Martin Schmidt über die Stratetie von HSV-Coach Markus Gisdol, die Kugel meist hoch, weit und schnell nach vorn zu prügeln. „In Hamburg geht es darum, Flugbälle und Konter zu verteidigen“, schwor Schmidt sein Team ein. Ein Blick auf die nackten Zahlen belegt diese These: Der HSV hatte in seinen bisherigen Heimspielen in der laufenden Saison im Schnitt nur 45,6 Prozent Ballbesitz – und ist damit Vorletzter. Nur der FC Augsburg (44,6 Prozent) hat im eigenen Stadion einen noch schlechteren Wert. Gisdol pfeift drauf, wichtig ist, dass das Ergebnis stimmt.

Die starken Auftritte von Fiete Arp haben auch Wolfsburgs Trainer Martin Schmidt beeindruckt. „Er hat eine gute Größe, ist lauf­stark und kommt sehr über die Ath­le­tik. Wenn ein Spie­ler kör­per­lich gut da­steht, ist das Alter kein Hin­der­nis. Er war be­reit für die Chan­ce und hat sie ge­packt. Man sieht, dass das Spiel auf ihn ge­steu­ert und aus­ge­rich­tet wird. Es ist schön, wenn in Deutsch­land sol­che Ta­len­te her­an­wach­sen“, sagte der VfL-Coach über den 17-jährigen HSV-Stürmer, dem er eine große Karriere zutraut: „Arp ist ein kla­rer Neu­ner, ein Mit­tel­stür­mer. Er macht in der Box kein lan­ges Fe­der­le­sen. Des­halb glau­be ich, er könn­te mal in die Fuß­stap­fen von Mario Gomez tre­ten. Sol­che Spie­ler­ty­pen gibt es ja nicht oft in Deutsch­land.“

Der VfL Wolfsburg zittert vor dem Auswärtsspiel beim HSV um die Einsätze seiner beiden Linksverteidiger Marcel Tisserand und Gian-Luca Itter. „Marcel war bis gestern krank, bei ihm wird es knapp für Samstag. Luca hat es mit einer Bronchitis richtig erwischt. Bei ihm wird es sehr eng“, erklärte VfL-Trainer Martin Schmidt bei der heutigen Pressekonferenz. Auf jeden Fall werden die Langzeitverletzten Ignacio Camacho und Jakub Blaszczykowski fehlen.

In der chinesischen Super League haben HSV-Idol Felix Magath mit seinem Klub Shandong Luneng und der frühere Leverkusen-Coach Roger Schmidt mit Beijing Guoan beim 2:2 (2:2) die Punkte geteilt. Magath bleibt Vierter, Schmidt Fünfter in der Tabelle.