Markus Schmidt wird am Sonnabend der Mann an der Pfeife sein. Der 43-jährige Referee aus Stuttgart leitet sein 17. Spiel mit HSV-Beteiligung. Die Bilanz: sechs Siege, sechs Niederlagen. Kein gutes Omen: Schmidt leitete in dieser Saison die drei Partien in Freiburg (0:1), in Ingolstadt (1:3) und in Dortmund (0:3). 

Mainz-Coach Martin Schmidt stellte mit einem Augenzwinkern fest, dass man in der Woche vor dem Abstiegskrimi in Hamburg „nicht den gepflegten Spielaufbau“ trainiert habe. Der Schlüssel zum Erfolg liege darin, den Kampf anzunehmen. Zumindest in dieser Kategorie liegen beide Teams in der Spitzengruppe: Mit 6586 Duellen „Mann gegen Mann“ ist der HSV Zweiter, Mainz steht mit 6420 geführten Zweikämpfen auf dem vierten Rang.

In der Vorwoche verlor Mainz 05 zu Hause gegen Gladbach (1:2), jetzt geht Coach Martin Schmidt davon aus, dass sein Team in Hamburg eine Reaktion zeigt. Und er sagt dem HSV den Kampf an. „Wir haben Spieler, die dahin gehen, wo es wehtut. Meine Mannschaft hat ihre Nehmerqualitäten in den vergangenen Jahren immer wieder unter Beweis gestellt. Nach der Niederlage gegen Gladbach wollen wir jetzt zurückschlagen und austeilen“, sagte Schmidt.

Mit einem flammenden Appell hat Trainer Martin Schmidt seine Profis von Mainz 05 auf die Partie am Sonntag in Hamburg vorbereitet. „Wir müssen es als Endspiel sehen, so werden wir es mental und körperlich auch angehen. Es braucht von jedem noch einen Tick mehr als 100 Prozent“, sagte Schmidt und fügte hinzu: „Wir wissen, was wir zu tun haben. Wir haben eine Strategie, einen klaren Plan. Und den werden wir verfolgen. Es wird knallhart, es wird ein Krimi. Da wollen wir am Ende die Hauptrolle als Sieger haben. Wir werden uns in das Spiel reinknechten.“

Die Personalsorgen der vergangenen Wochen sind verflogen, bei der PK in Mainz verkündete Trainer Martin Schmidt gerade, dass ihm bis auf die Langzeitverletzten alle Spieler wieder zur Verfügung stehen. Auch Levin Öztunali, der Enkel von HSV-Idol Uwe Seeler, ist wieder fit und wird in Hamburg dabei sein.

Nach der Heimpleite gegen Gladbach (1:2) freut sich der Mainzer Trainer Martin Schmidt schon auf das Duell am Sonntag mit den punktgleichen Hamburgern. „Ein direkter Gegner ist immer am einfachsten. Wenn man den besiegt, weiß man, dass man einen großen Schritt machen kann. Und den werden wir in Hamburg machen“, stellte der FSV-Coach fest.

Schiedsrichter Markus Schmidt wird die Partie leiten. Der 43-jährige Referent für Personalentwicklung aus Stuttgart ist ein alter Hase, er pfeift heute bereits sein 143. Bundesliga-Spiel. 15 Mal leitete er bisher eine Partie mit HSV-Beteiligung, die Bilanz ist leicht positiv: Sechs Siege und vier Remis stehen fünf Niederlagen gegenüber. Beim letzten Treffen spielte der HSV allerdings gruselig, am 18. Spieltag setzt es das 1:3 beim FC Ingolstadt.

Leverkusens Trainer Roger Schmidt plagen vor dem Auftritt beim HSV große Personalsorgen. Neben Kapitän Lars Bender fehlen auch Verteidiger Aleksandar Dragovic, Angreifer Chicharito und der gestern von der FIFA für vier Monate gesperrte Spielmacher Hakan Calhanoglu. Dennoch kann der Bayer-Coach eine starke Elf aufbieten: Vor Torwart Leno bilden Henrichs, Tah, Toprak und Wendell die Abwehrkette, davor sollen Aranguiz und Baumgartlinger aufräumen. Auf den Außenbahnen kommen Bellarabi und Kampl zum Einsatz, im Sturm wirbeln Volland und Brandt.