Die Kritik an Markus Gisdol im Umfeld des HSV wird lauter. Im NDR-„Sportclub“ hat Ex-Kapitän Stefan Schnoor dem Trainer taktische Defizite und einen zu laschen Umgang mit den Hamburger Profis vorgeworfen. Gisdol habe „einen ganz großen Anteil“ an der Krise, „er ist ja dafür verantwortlich, was auf dem Rasen passiert. Die Spieler sind offenbar nicht in der Lage, seinen Plan umzusetzen. Also muss er einen Plan B oder C haben, um mit der Mannschaft ganz schnell in die Spur zu kommen. Dafür ist er ja Fußball-Lehrer, um sich etwas einfallen zu lassen“, sagte Schnoor und fügte hinzu: „Beim HSV kauft man immer Spieler ein und wenn die nicht so funktionieren, wie man sich das vorstellt, dann heißt es gleich: Wir müssen neue Spieler haben. In Hamburg werden sie nicht besser, sondern schlechter. Warum ist das so? Dafür gibt es Gründe und damit muss man sich beschäftigen. Wenn man in einer Phase ist, in der es so schlecht läuft, hat man als Trainer einen 24-Stunden-Job und dann geht es nicht, dass man morgens trainiert und dann nachmittags mal kein Training macht.“

Regionalligist VfB Lübeck hat die Suche nach einem Sportdirektor erfolgreich abgeschlossen. Von Dienstag an übernimmt der ehemalige HSV-Profi Stefan Schnoor den Posten. „Stefan bringt reichhaltige Profi-Erfahrung und ein großes Netzwerk mit“, sagte VfB-Vorstandssprecher Thomas Schikorra über das Engagement des 46-Jährigen. Schnoor bestritt in seiner Karriere 277 Erstliga-Spiele für den HSV und den VfL Wolfsburg. „Der VfB Lübeck ist ein traditionsreicher, ambitionierter Verein, dessen Werdegang ich schon seit geraumer Zeit verfolge“, sagte Schnoor. „Ich glaube, dass wir wechselseitig sehr gut voneinander profitieren werden.“

311.984, 28 Euro – so viele Schulden hat Ex-Profi Stefan Schnoor. Der 46-Jährige ist schon seit knapp einem Jahr pleite. Am 27. Juni 2016 wurde deshalb bereits ein Insolvenzverfahren eröffnet. Das Amtsgericht Pinneberg hat der Schlussverteilung der Gläubiger vom 24. April 2017 jetzt zugestimmt. Der Ex-HSV-Star (143 Spiele zwischen 1991 und 1998) arbeitete erfolglos als Inhaber der Vermarktungsagentur „Kick and Rush“ und als Spielerberater für „Match Marketing“.  Der „Bild“ sagt der Ex-Verteidiger: „Ich erhole mich Schritt für Schritt und kämpfe mich da raus.“

Der frühere HSV-Kapitän Stefan Schnoor kann die Meinung vieler seiner Experten-Kollegen und Fans nicht mehr hören, dass ein Abstieg hilfreich für den Liga-Dino sein könnte. „Es ist doch nicht besser für einen Verein, in die Zweite Liga abzusteigen. Das ist nicht besser für Ingolstadt, das wäre nicht besser für Augsburg oder Wolfsburg und das wäre auch nicht besser für den HSV“, sagte Schnoor bei „kicker.tv“.

Sein Tor am Sonntag im Nordderby bei Werder Bremen (1:2) reichte nicht, um etwas Zählbaren mitzunehmen. Doch heute hat Michael Gregoritsch ungetrübten Grund zur Freude, der HSV-Angreifer wird 23 Jahre alt. Auch eine Ex-Rothose feiert Geburtstag: Stefan Schnoor, mittlerweile Experte bei TV-Sender Sport1, wird 46 Jahre alt. Die MOPO gratuliert herzlich.

Heute auf den Tag genau vor 53 Jahren bestritt der HSV sein erstes Spiel in der Bundesliga: Am 24. August 1963 kamen die Hamburger um Torwart Horst Schnoor und Mittelstürmer Uwe Seeler bei Preußen Münster zu einem 1:1. Der Ausgleich gelang Charly Dörfer vier Minuten vor dem Abpfiff. Als einziges Gründungsmitglied der Liga ist der HSV nie abgestiegen, also immer erstklassig geblieben. 

Ein großer HSVer feiert heute Geburtstag. Von Titeln ist der Dino zurzeit weit entfernt, Horst Schnoor aber kennt das Gefühl noch, Pokale in die Höhe zu recken. Der Keeper gewann mit dem HSV 1960 die deutsche Meisterschaft und drei Jahre später den DFB-Pokal. Heute wird Schnoor 82 Jahre alt. Die MOPO gratuliert!

 

Horst Schnoor (l./hier mit Uwe Seeler) feiert heute seinen 82. Geburtstag. Foto: Witters

Horst Schnoor (l./hier mit Uwe Seeler) feiert heute seinen 82. Geburtstag. Foto: Witters