Schöner Erfolg für Marcus Berg. Der Ex-HSV-Profi sicherte sich gleich in seiner ersten Saison die Torjägerkrone in den Vereinigten Arabischen Emiraten. 25 Mal traf Berg in 21 Partien für Al-Ain – allein 14 Mal in den letzten fünf Saisonspielen! Neben der Meisterschaft mit seinem Klub die Zugabe für den 31-Jährigen, der im Sommer mit Schweden seine erste WM spielen wird.

Marcus Berg mit Ehefrau Josefine und den drei gemeinsamen Kindern.

Schwedens Nationaltrainer Janne Andersson dürfte über HSV-Coach Christian Titz nur den Kopf schütteln. Denn in Hamburg musste sich Albin Ekdal zuletzt mit der Reservistenrolle begnügen, weil Matti Steinmann den Vorzug erhielt. Andersson dagegen traut dem Mittelfeld-Mann sogar zu, Stammkraft bei einem europäischen Topteam zu sein: „Wenn Albin Ekdal gesund ist, glaube ich wirklich, dass er da hinkommen kann“, sagte der 55-Jährige im „Kicker“. Für die WM in Russland hat der Coach des deutschen Gruppengegners den HSV-Profi fest eingeplant: „Ekdal ist enorm wichtig für uns. Er ist eine Art Stratege im Mittelfeld. Immer, wenn wir am stärksten waren, stand Albin mit auf dem Platz. Ich hoffe wirklich, dass er jetzt fit bleibt.“ Doch damit war die Lobeshymne noch nicht vorbei. Andersson weiter: „Ich hebe selten einen Spieler als besonders wichtig hervor. Aber Albin Ekdal verfügt über eine Ganzheitlichkeit, die im Vergleich mit anderen Spielern eine Extra-Dimension beinhaltet. Das will ich gerne auf dem Platz haben.“

Albin Ekdal wird nicht gerade blendend gelaunt an diesem Dienstag ins Bett gehen. Von Hamburg aus sah der 28-jährige HSV-Profi, der derzeit mal wieder an einem Comeback arbeitet, wie seine schwedischen Nationalmannschafts-Kollegen in Craiova mit 0:1 gegen Rumänien verloren. Das Tor des Abends schoss Dorin Rotariu von Royal Excel Mouscron. Der 22-Jährige traf in der 57. Minute, drei Minuten nach seiner Einwechslung. Schweden ist am 23. Juni bei der WM in Russland zweiter Vorrundengegner der deutschen Nationalmannschaft.

In der laufenden Saison absolvierte Albin Ekdal nur 13 von 27 Spielen. Obwohl er dem HSV wegen einer Verletzung am Sprunggelenk seit dem 10. Februar fehlt, reiste der Mittelfeld-Mann zum schwedischen Nationalteam. Von dort meldete er sich nun via Instagram und stellte fest: „Bereit für die größte Bühne.“ Damit meint er allerdings nicht den Abstiegskampf mit seinem Arbeitgeber, sondern die WM im Sommer in Russland.

Albin Ekdal, der wegen seiner Sprunggelenksprobleme derzeit mal wieder pausiert, wird auch die Länderspielpause nicht in Hamburg nutzen, um näher an die Mannschaft heranzurücken. Der 28-jährige Mittelfeldspieler reist zur Nationalmannschaft nach Schweden, die in Solna am 24. März (18 Uhr) ein Testspiel gegen Chile absolviert, um sich von den Ärzten des Verbandes pflegen zu lassen. Immerhin: Den Trip zum zweiten Test der Schweden gegen Rumänien in Craiova (27. März, 20.30 Uhr) soll Ekdal voraussichtlich nicht mitmachen.

Für Albin Ekdal ist neben dem Klassenerhalt mit dem HSV die WM-Teilnahme im Sommer mit Schweden das große Ziel für 2018. „Die WM ist ein Traum für mich. Es ist das erste Mal seit zwölf Jahren, dass Schweden wieder dabei ist und für mich wäre es die erste Weltmeisterschaft überhaupt“, sagte Mittelfeld-Stratege in einem Interview auf der Vereinshomepage. In der Rückrunde will Ekdal sich in Hamburg als Führungsspieler zeigen: „Ich bin jetzt schon meine dritte Saison hier beim HSV und gehöre zu den dienstälteren Spielern. Wir haben viele junge Spieler mit viel Talent, die wir Führungsspieler anleiten müssen. Mergim, Papa, Bobby, Aaron und ich – wir alle müssen die Verantwortung übernehmen und stets Vorbilder sein.“