Markus Gisdol war der 21. Trainer beim HSV in den vergangenen 21 Jahren. 15 reguläre Fußball-Lehrer und sechs Interimstrainer haben sich seit 1997 am Dino versucht. Einige von ihnen mehrfach. Hier die komplette Liste:

Frank Pagelsdorf 01.07.1997 – 17.09.2001
Holger Hieronymus 18.09.2001 – 03.10.2001
Kurt Jara 04.10.2001 – 22.10.2003
Klaus Toppmöller 23.10.2003 – 17.10.2004
Thomas Doll 19.10.2004 – 31.01.2007
Huub Stevens 02.02.2007 – 30.06.2008
Martin Jol 01.07.2008 – 26.05.2009
Bruno Labbadia 01.07.2009 – 26.04.2010
Ricardo Moniz 26.04.2010 – 30.06.2010
Armin Veh 01.07.2010 – 13.03.2011
Michael Oenning 13.03.2011 – 19.09.2011
Rodolfo Cardoso 20.09.2011 – 10.10.2011
Frank Arnesen 10.10.2011 – 16.10.2011
Thorsten Fink 17.10.2011 – 16.09.2013
Rodolfo Cardoso 17.09.2013 – 24.09.2013
Bert van Marwijk 25.09.2013 – 15.02.2014
Mirko Slomka 16.02.2014 – 15.09.2014
Josef Zinnbauer 16.09.2014 – 22.03.2015
Peter Knäbel 23.03.2015 – 15.04.2015
Bruno Labbadia 15.04.2015 – 25.09.2016
Markus Gisdol 26.09.2016 – 20.01.2018

Sonderlob für die HSV-Defensive: Erstmals in dieser Saison blieb 1899 Hoffenheim ohne Tor. Auswärts war es sogar das erste Spiel im Jahr 2017 ohne TSG-Treffer. Der HSV hatte die eigentlich so treffsicheren Kraichgauer sehr gut im Griff. Für den Liga-Dino war es übrigens der höchste Heimsieg seit dem 22. Februar 2014, auch damals hatte es unter Mirko Slomka gegen Dortmund einen 3:0-Erfolg gegeben.

Nach sieben Punkten aus acht Spielen und dem Absturz auf den letzten Tabellenplatz in der Zweiten Liga steht Ex-HSV-Trainer Mirko Slomka beim Karlsruher SC schon wieder vor dem Aus. Laut „kicker“ hat Sportdirektor Oliver Kreuzer, der schon in Hamburg mit Slomka zusammengearbeitet und ihn zum KSC geholt hatte, bereits Kontakt zu Dirk Schuster (zuletzt Augsburg) aufgenommen.

Gemeinsam wollten sie beim Karlsruher SC den Karren aus dem Dreck ziehen. Ex-HSV-Sportchef Oliver Kreuzer holte im Winter den früheren HSV-Trainer Mirko Slomka als Retter. Doch es riecht nach stark nach dem Super-GAU: Nach dem indiskutablen 0:3 daheim gegen Fortuna Düsseldorf bleibt der KSC Tabellenletzter. „Wir haben versagt“, bekannte Kreuzer.

Mirko Slomkas Erfahrungen beim HSV haben ein früheres Comeback des heutigen KSC-Coaches  verhindert. „Der HSV hat mich ausgesaugt“, sagte Slomka im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) zu seiner mehr als zweijährigen Auszeit nach der Entlassung in Hamburg im September 2014. „Die Beurlaubung kam für mich überraschend. Deswegen brauchte ich Zeit, um das alles zu verarbeiten“, sagte der 49-Jährige. Kurz nach dem Rauswurf – sogar nach einer schon vorläufigen Zusage – sowie auch noch einmal später habe er deswegen auch Angebote anderer Klubs abgelehnt: „Ich habe bemerkt, dass ich noch so weit gewesen bin.“

Der Karlsruher SC wird immer zum Klub der Ex-Hamburger. Nachdem der neue Sportchef Oliver Kreuzer schon Mirko Slomka als Cheftrainer verpflichtete, kommt nun der nächste Ex-HSVer nach Baden. Zlatan Bajramovic, bis September 2014 bereits unter Slomka Assistent in Hamburg, übernimmt diesen Posten nun beim KSC. Zuletzt war Bajramovic Cheftrainer des baden-württembergischen Oberligisten Bahlinger SC.

Zwei Ex-Hamburger vereint in Karlsruhe: Mirko Slomka ist neuer Trainer des KSC. Der 49-Jährige unterzeichnete bei den Badenern einen Vertrag bis 2018. „Ausschlaggebend waren vor allem die sehr guten Gespräche mit den Verantwortlichen und das Wissen um die fruchtbare Zusammenarbeit mit Oliver Kreuzer in der Vergangenheit. Auf dieser Basis ist es aus meiner Sicht möglich, hier mit allen gemeinsam etwas zu entwickeln“, sagte Slomka. Sportdirektor Kreuzer erklärte: „Mit Mirko haben wir unseren Wunschtrainer für uns gewinnen können. Ich kenne ihn sehr gut aus unserer gemeinsamen Zeit in Hamburg und bin mir sicher, dass er beim KSC erfolgreich arbeiten wird.“ In Hamburg wurde Slomka im September 2014 entlassen, seither war er ohne Anstellung als Trainer. Auch Kreuzer musste 2014 beim HSV gehen.