Am 31. Januar lösten den HSV und Emir Spahic ihren Vertrag auf, seitdem ist nicht klar, wie es mit dem Bosnier weitergeht. Einen neuen Verein hat Spahic noch nicht gefunden, mittlerweile sind zahlreiche Transfenster Europas geschlossen. Morgen endet auch die Winterperiode in Kroatien, wo Spahic in jedem Fall unterkommen könnte. Eine Entscheidung aber ist nicht in Sicht. Möglich auch, dass der 36-Jährige bis Saisonende pausiert und sich dann erst einen neuen Klub sucht.

Der HSV und Emir Spahic werden sich nun doch nicht vor dem Arbeitsgericht wiedersehen. Der Verein und sein suspendierter Abwehrmann stehen unmittelbar vor der Auflösung des Vertrages. Die sei zwar noch nicht erfolgt, sagte die Spahic-Seite der MOPO, jedoch könne dies innerhalb der nächsten Stunde geschehen. Bis zu eine Million Euro könnte die Abfindung betragen, die Spahic kassiert. Eventuell gelingt es dem Bosnier sogar, bis heute Abend einen neuen Verein zu finden.

Am Dienstag um 18 Uhr schließt sich das Transferfenster. Auf der Zielgeraden dürfte es auch beim HSV noch einmal hektisch zugehen. Drei Spieler will Sportchef Jens Todt noch loswerden: Den seit Jahresbeginn freigestellten Emir Spahic sowie die unter Markus Gisdol aufs Abstellgleis geschobenen Aaron Hunt und Nabil Bahoui. Gern würde der HSV auch selbst noch zuschlagen. Laut „Bild“ würde der Schweizer Offensiv-Allrounder Admir Mehmedi auf Leihbasis von Bayer Leverkusen kommen, wenn ein Abnehmer für Hunt gefunden wird.

Emir Spahic und der HSV treffen sich am Donnerstag vor dem Arbeitsgericht. Dann will der Bosnier seine Rückkehr ins Training unter Markus Gisdol einklagen. Der 36-Jährige hält sich derweil mit Basketball fit – an der Seite der früheren HSV-Größen Sergej Barbarez und Ivica Olic. Das Beweisfoto veröffentlichte Barbarez auf seinem Instagram-Account.

Eigentlich sollten sich Emir Spahic und der HSV, vertreten durch Vorstandsboss Heribert Bruchhagen, am Dienstag vor den Hamburger Arbeitsgericht treffen. Der Termin wurde nun auf Donnerstag verschoben – und könnte im Verlauf der Woche sogar ganz abgesagt werden. Sowohl der Verein als auch der zu Beginn des Jahres freigestellte Bosnier streben eine außergerichtliche Einigung an. Der HSV wird für die Vertragsauflösung knapp eine Million Euro Abfindung zahlen.