Der HSV intensiviert die Suche nach einem Winter-Einkauf. Während sich das Team in Hamburg auf den Rückrunden-Start am Sonnabend in Augsburg vorbereitet, ist Jens Todt gestern auf Scouting-Tour aufgebrochen. Der Hamburger Sportchef flog nach Spanien, wird sich dort heute und morgen einige Spiele ansehen. Ziel ist es, einen offensiven Mittelfeld-Mann unter Vertrag zu nehmen.

Wenn der HSV an Neujahr Richtung Jerez de la Frontera abhebt, startet er in das längste Trainingslager aller Bundesliga-Teams. Acht Tage dauert das Camp in Andalusien, nur Werder Bremen, das in Algorfa in der Region Alicante untergebracht ist, bleibt ebenso lange im Süden. Acht Mannschaften bleiben in diesem Winter aufgrund der kurzen Pause übrigens in Deutschland. Von den zehn Teams, die wegfliegen, zieht es neun nach Spanien, die Bayern schlagen ihr Trainingslager in Doha/Katar auf. Testspielgegner Freiburg trainiert übrigens in Sotogrande und damit in rund 120 Kilometern Entfernung zum HSV. Neben diesen beiden Teams sind auch Borussia Dortmund und der VfL Wolfsburg in Andalusien untergebracht. Beide Mannschaften schlagen ihre Zelte in Marbella auf.

Zu zwei Testspielen wird der HSV im Spanien-Trainingslager (1. bis 8. Januar) antreten. Nun stehen auch der Spielort und  die Anstoßzeiten fest. Am 4. Januar (Anpfiff 17.30 Uhr) geht es gegen den FC Malaga, am 7. Januar (17 Uhr) testet das Team von Markus Gisdol gegen den SC Freiburg. Beide Spiele finden im Estadio Municipal de La Linea de la Concepcion vor den Toren Gibraltars statt.

Die Hamburger Julian Pollersbeck und Gideon Jung treffen am Freitag (20.45 Uhr) im Finale der U21-Europameisterschaft in Polen auf Spanien. Nachdem sich die DFB-Auswahl im Halbfinale gegen England im Elfmeterschießen durchgesetzt hatte (Pollersbeck parierte zwei Strafstöße), gewannen die Spanier ihr Spiel in der Vorschlussrunde gegen Italien mit 3:1.

Bei der U17-Europameisterschaft in Kroatien ist HSV-Juwel Fiete Arp mit der deutschen Auswahl im Halbfinale an Spanien gescheitert. Nachdem in der regulären Spielzeit beide Teams ohne Tor geblieben waren, setzten sich die Iberer im Elfmeterschießen mit 4:2 durch. Kapitän Arp war gegen die robusten Spanier blass geblieben, konnte seinen Strafstoß aber verwandeln.