HSV-Leihgabe Alen Halilovic steht mit UD Las Palmas vor dem Abstieg aus der spanischen Primera División. Am Sonntagabend verlor der Kroate mit dem Klub von der Kanaren-Insel Gran Canaria mit 0:2 (0:0) gegen den FC Villarreal. Halilovic spielte durch und vergab in der ersten Halbzeit die größte Chance zur Führung für die Hausherren, die als Tabellen-18. vier Punkte Rückstand auf das rettende Ufer haben. Trainer Paco Jémez war bedient: „Es war in allen Bereichen des Spiels eine Katastrophe. Wir haben nichts Gutes getan, nichts. Wenn du so spielst, wird unsere Zeit in der Primera División zu Ende gehen.“ Halilovic ist bis Saisonende an Las Palmas verliehen. Die Spanier besitzen eine Kaufoption über vier Millionen Euro. In Hamburg besitzt der 21-Jährige einen Vertrag bis 2020.

Auch heute rollt der Ball in Europas Ligen – und für drei Ex-HSV-Profis stehen besonders wichtige Aufgaben an. Den Beginn macht um 18 Uhr Tolgay Arslan, der mit Besiktas Istanbul bei Trabzonspor ran muss. Ein Sieg, und Besiktas liegt nur drei Zähler hinter Spitzenreiter Galatasaray. Rafael van der Vaart und der FC Midtjylland wollen in Dänemark mit einem Erfolg in Silkeborg wieder zu Spitzenreiter Bröndby aufschließen. Anpfiff ist um 20.05 Uhr. Ab 21 Uhr gastieren dann HSV-Leihgabe Alen Halilovic und UD Las Palmas bei Celta Vigo – und können mit einem Sieg die Abstiegsplätze der Primera Division verlassen.

Gestern verstarb der frühere spanische Nationaspieler Quini im Alter von 68 Jahren. Alen Halilovic, vom HSV zurzeit nach Las Palmas verliehen, zeigt sich total bestürzt. Quini war Halilovic‘ Klubbetreuer während seiner Zeit bei Sporting Gijón. „Meister, was für eine Traurigkeit fühle ich gerade“, twitterte Halilovic. „Ich habe keine Worte, um meine Dankbarkeit für alles, was sie für mich taten, auszudrücken. Sie waren immer aufmerksam und liebevoll.“

Großer Abend für Alen Halilovic. Die HSV-Leihgabe schoss UD Las Palmas zum überlebenswichtigen 1:0 im Kellerduell gegen Malaga. In der 90. Minute traf der Kroate per herrlichem Volleyschuss. Las Palmas hat als Vorletzter nun noch drei Zähler Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze.

Der HSV intensiviert die Suche nach einem Winter-Einkauf. Während sich das Team in Hamburg auf den Rückrunden-Start am Sonnabend in Augsburg vorbereitet, ist Jens Todt gestern auf Scouting-Tour aufgebrochen. Der Hamburger Sportchef flog nach Spanien, wird sich dort heute und morgen einige Spiele ansehen. Ziel ist es, einen offensiven Mittelfeld-Mann unter Vertrag zu nehmen.

Wenn der HSV an Neujahr Richtung Jerez de la Frontera abhebt, startet er in das längste Trainingslager aller Bundesliga-Teams. Acht Tage dauert das Camp in Andalusien, nur Werder Bremen, das in Algorfa in der Region Alicante untergebracht ist, bleibt ebenso lange im Süden. Acht Mannschaften bleiben in diesem Winter aufgrund der kurzen Pause übrigens in Deutschland. Von den zehn Teams, die wegfliegen, zieht es neun nach Spanien, die Bayern schlagen ihr Trainingslager in Doha/Katar auf. Testspielgegner Freiburg trainiert übrigens in Sotogrande und damit in rund 120 Kilometern Entfernung zum HSV. Neben diesen beiden Teams sind auch Borussia Dortmund und der VfL Wolfsburg in Andalusien untergebracht. Beide Mannschaften schlagen ihre Zelte in Marbella auf.