Der HSV hat auf die Gerüchte um die Verpflichtung von Braunschweigs Salim Khelifi reagiert. Kaderplaner Johannes Spors sagte der MOPO, dass von einer Einigung keine Rede sein könne: „Wir beschäftigen uns grundsätzlich mit Spielern, die auslaufende Verträge haben. Da ist er einer von vielen interessanten Spielern, bei denen es aber nichts zu verkünden gibt.“ Khelifi hatte der Eintracht gestern mitgeteilt, dass er sie im Sommer ablösefrei verlassen werde, ließ sein Ziel aber offen.

David Bates ist 1,93 Meter groß, wiegt 82 Kilo und wirft auf dem Fußballplatz alles rein, was sein Körper zu bieten hat. „Ich bin mit vollem Herzen Verteidiger, ich liebe es, zu verteidigen“, sagte der Schotte bei „HSV TV“. Tugenden, die Kaderplaner Johannes Spors zu schätzen weiß: „David ist ein Spieler, der sich im wahrsten Sinne des Wortes hochgearbeitet hat. Er ist durch die harte Schule gegangen in Schottland, durch kleinere Vereine, durch niedrigere Ligen, und hat es geschafft, Stammspieler zu werden bei den Glasgow Rangers. Er hat auch im Topspiel gegen Celtic, das bekannt ist für viele Emotionen und sehr viel Aufmerksamkeit, eine Top-Leistung gezeigt. Diese Mentalität, sich hochzuarbeiten und auch das Wissen, dass er hart arbeiten muss, um als Fußballprofi die Ziele in seiner Karriere zu erreichen, das sind die Hauptmerkmale, die uns von ihm überzeugt haben.“

Johannes Spors, Kaderplaner und Scouting-Leiter des HSV, hat zum ersten Mal zugeschlagen, verpflichtete den Schotten David Bates von den Glasgow Rangers. „David bringt in der Kombination aus Körpergröße, Geschwindigkeit, Mentalität und Verantwortlichkeit Merkmale für die Defensive mit, die dem HSV sicher guttun werden. Er ist ein bodenständiger Typ, der seine Karriere aktiv entwickeln und dafür hart arbeiten will“, sagte Spors über den 21-jährigen Verteidiger, der ablösefrei ist und einen Vertrag bis 2022 unterschrieb.

HSV-Kaderplaner Johannes Spors, Zugang David Bates und Vorstand Frank Wettstein. (Foto: HSV)

Schnappt sich der HSV zwei der größten deutschen Talente? Wie die „Bild“ berichtet, stehen Verteidiger Lars Lukas Mai (18) und Angreifer Manuel Wintzheimer (19) im Doppelpack vor einem Wechsel vom FC Bayern in die Hansestadt. Demnach haben die Hamburger im Werben um das Münchner Duo die Liga-Konkurrenten Schalke 04, VfL Wolfsburg, Hannover 96 und Werder Bremen sowie Juventus Turin ausgestochen. HSV-Chefscout und Kaderplaner Johannes Spors soll Mai und Wintzheimer in den Gesprächen überzeugt haben.

Der HSV trennt sich zum Saisonende von Ex-Profi Harald Spörl, der auslaufende Honorarvertrag des 51-Jährigen wird nicht verlängert. Die Entscheidung wurde ihm am Telefon mitgeteilt, berichtet die „Bild“. 14 Jahre spielte „Lumpi“ Spörl für den Liga-Dino, bestritt 321 Bundesliga-Partien und erzielte dabei 60 Tore. 2002 schloss er sich der Scouting-Abteilung an, beobachtete potenzielle Zugänge im In- und Ausland. Nun die Trennung nach insgesamt 30 Jahren in Diensten des HSV. Warum? Spörl passe nicht in das Konzept des neuen Kaderplaners Johannes Spors, der 35-Jährige wurde kürzlich von RB Leipzig verpflichtet.

Nach der Entlassung von Jens Todt steht der HSV derzeit ohne Sportchef da, Aufsichtsrats-Boss Bernd Hoffmann arbeitet intensiv daran, einen Sportvorstand zu verpflichten. Topkandidat ist Leverkusens Jonas Boldt, auch der frühere Kölner Jörg Schmadtke zählt zu den Anwärtern. Doch die Zeit steht nicht still, daher kümmern sich Direktor Sport Bernhard Peters und der von RB Leipzig als Head of Recruitment verpflichtete Johannes Spors um die Zusammenstellung des Kaders für die kommende Saison.

Da deutet sich der letzte Zugang des Jahres an – aber ein wichtiger für die Zukunft. Johannes Spors, bislang Chefscout bei RB Leipzig, hat seinen Vertrag beim Vizemeister aufgelöst und soll unmittelbar vor seinem Engagement beim HSV stehen. Spors, der unter Trainer Markus Gisdol bereits in Hoffenheim arbeitete, würde die Rolle von Benjamin Schmedes einnehmen, der kürzlich als Sportchef zum VfL Osnabrück wechselte.