Von 2015 bis 2017 arbeitete Markus Krösche als Co-Trainer von Roger Schmidt bei Bayer Leverkusen.  Der heutige Manager des SC Paderborn gilt als heißer Kandidat auf den Posten des Spotvorstands beim HSV. Als Krösche noch für Leverkusen arbeitete, gab es ein Lob nach dem anderen. Rudi Völler sagte: „Seine Fachkenntnisse sind gut, er wird einen guten Input geben“. Weltmeister Christoph Kramer fügte an:  „Er ist ein ruhiger, netter Mensch, der viel Ahnung vom Fußball hat.“ Und Ex-HSV-Kicker Jonathan Tah meinte: „Er ist ein Supertyp, der eine super Bindung zur Mannschaft hat.“

Die Suche nach einem Sportvorstand beim HSV läuft auf Hochtouren. Top-Kandidaten sind Kiels Ralf Becker und Paderborns Markus Krösche. Wie die MOPO erfuhr, soll eine Verpflichtung von Becker allerdings eng mit der Personalie Bernhard Peters verknüpft sein. Der HSV-Nachwuchs-Chef hatte sich mit einem Interview öffentlich zu seinen Ambitionen bekannt, den Job als Sportvorstand selbst ausführen zu wollen. Sollte nun aber Becker inthronisiert werden, müsste Peters wieder zurück ins zweite Glied rücken und sich hinter Becker einreihen. Schwer vorstellbar, das dies ohne Reibungen funktionieren könnte. Deshalb soll Kiels Sportchef Zweifel daran haben, ob eine vertrauensvolle und loyale Zusammenarbeit in dieser Konstellation beim HSV überhaupt möglich ist.

 

Paderborns Manager Markus Krösche wird nach MOPO-Informationen heiß als neuer Sportvorstand gehandelt. Doch bislang hatte sich der 37-Jährige noch nicht zu den Gerüchten um seine Person geäußert.  Zum „Westfalen-Blatt“ sagte Krösche nun: „Ich habe einen Vertrag und konzentriere mich voll auf den SC Paderborn. Zu anderen Sachen äußere ich mich nicht.“ Klingt nach dem Beginn eines Wechselpokers.

Neben Kiels Ralf Becker zählt auch Markus Krösche nach MOPO-Informationen zu den Kandidaten von HSV-Aufsichtsratschef Bernd Hoffmann für die Besetzung des Sportvorstands-Postens. Zudem hatte sich Bernhard Peters als interne Lösung angeboten. Mehr als 8000 Fans beteiligten sich bei HSV24 an einer Online-Umfrage: Wen sollte Hoffmann als Sportvorstand zum HSV holen? Krösche, Geschäftsführer bei Zweitliga-Aufsteiger SC Paderborn, fiel durch, erhielt nur fünf Prozent der Stimmen. Für Becker votierten 38 Prozent, ebenso wie für Peters. 19 Prozent der Teilnehmer wollen keinen von ihnen als HSV-Sportvorstand.

Erst im März schloss Markus Krösche erfolgreich den Lehrgang zum Fußball-Lehrer ab, doch der frühere Assistent von Ex-Leverkusen-Coach Roger Schmidt sieht seine Zukunft vorerst nicht als Trainer. In einem Interview mit der „Neuen Westfälischen“ sagte der Sportvorstands-Kandidat des HSV: „Man soll zwar niemals nie sagen, aber im Augenblick fühle ich mich als Manager total wohl. Diese Arbeit macht mir richtig Spaß. Ich darf das große Ganze gestalten und bin im Alltagsgeschäft trotzdem immer dabei.“ Vielleicht ja bald schon in Hamburg.

Auf den ersten Blick ist nicht ersichtlich, was Markus Krösche zu einem heißen Kandidaten auf den Posten den Sportvorstands beim HSV macht. Denn auf diesem Gebiet ist der 37-Jährige ein Neuling. Als Spieler schaffte er es nicht in die Bundesliga, kickte für die Amateure von Werder Bremen (1999 bis 2001) und den SC Paderborn (2001 bis 2014). Anschließend wechselte Krösche ins Trainer-Geschäft, übernahm die Reserve des SCP (Westfalenliga) und folgte dann 2015 als Assistent seinem früheren Coach Roger Schmidt zu Bayer Leverkusen. Im März erhielt Krösche die Fußball-Lehrer-Lizenz, parallel arbeitete er als Geschäftsführer Sport für Zweitliga-Aufsteiger Paderborn. Folgt jetzt beim HSV der nächste Karriereschritt?

Nach den Absagen von Jonas Boldt (Bayer Leverkusen) und Rouven Schröder (Mainz 05) gilt Ralf Becker von Holstein Kiel als heißer Kandidat auf den zu besetzenden Sportvorstands-Posten beim HSV. Aufsichtsrats-Boss Bernd Hoffmann befeuerte dies Mitte Mai mit folgender Aussage: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, sind mit Kandidaten im Gespräch, die frei auf dem Markt oder noch im Job sind, deren Saison vielleicht bis gestern, heute, morgen oder noch einige Tage laufen wird.“ Kiel misst sich bekanntlich in der Relegation zur Bundesliga mit Wolfsburg. Doch wie die MOPO erfuhr, wird im Kontrollgremium der HSV Fußball AG noch ein weiterer Name heiß gehandelt: Markus Krösche. Der Geschäftsführer Sport ist mit dem SC Paderborn in die Zweite Liga aufgestiegen, steht dort bis 2022 unter Vertrag.

Die Profis des HSV gehen in den Urlaub, für die Verantwortlichen geht die Arbeit jetzt so richtig los. Präsident und Aufsichtsrats-Boss Bernd Hoffmann will „so schnell wie möglich“ einen Sportvorstand benennen, sieht sich dabei auf einem guten Weg. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, sind mit Kandidaten im Gespräch, die frei auf dem Markt oder noch im Job sind, deren Saison vielleicht bis gestern, heute, morgen oder noch einige Tage laufen wird.“ Zu den Kandidaten zählen Kiels Ralf Becker, Bielefelds Samir Arabi und Ingolstadts Harald Gärtner. Hoffmann mauerte: „Einzelne Namen werde ich nicht kommentieren, da muss man sich noch etwas gedulden.“

Mit dem Leverkusener Jonas Boldt sowie dem Mainzer Rouven Schröder haben sich bereits zwei Kandidaten zu ihren Klubs bekannt, mit denen HSV-Aufsichtsratschef Bernd Hoffmann über einen Wechsel nach Hamburg gesprochen hatte. Laut „Bild“ sind nun drei Zweitliga-Manager auf der Liste nach oben gerutscht: Ralf Becker von Relegations-Teilnehmer Holstein Kiel, Samir Arabi von Arminia Bielefeld sowie Harald Gärtner vom FC Ingolstaldt. Eine Entscheidung soll in der kommenden Woche fallen, um die Planungen für die nächste Saison vorantreiben zu können.