DFB-Präsident Reinhard Grindel leidet als gebürtiger Hamburger mit dem HSV. „Mir tut es leid, wenn es dann runtergeht“, sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Dienstagabend bei einer Podiumsdiskussion in Hannover mit Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil. „Doch die Tabelle lügt nicht. Wenn der Abstieg kommt, ist es auch zurecht“, fügte der 56-Jährige hinzu. Grindel ist in der Nähe des alten HSV-Stadions am Rothenbaum aufgewachsen. „Da war ich sehr oft beim Training. Das geht nicht ganz aus den Klamotten raus“, bekannte er.

Hohn und Spott muss der HSV landauf, landab nicht erst seit dem vergangenen Sonnabend ertragen. Dieser macht nun aber auch nicht mehr vor den Stadionlautsprechern halt. Zehn Minuten vor Anpfiff des Zweitliga-Spiels Fortuna Düsseldorf gegen den FC St. Pauli wurde über die Stadionlautsprecher der alte HSV-Hit „Wer wird Deutscher Meister?“ in der ESPRIT arena gespielt. Tja, wer den Schaden hat, …

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) zeigt sich offen dafür, Pyrotechnik in zuvor festgelegten Stadion-Bereichen zu erlauben. „Bengalos sind Brandsätze, 1000 Grad heiß, jede Kunstfaserjacke steht sofort in Flammen. Das ist gefährlich, das kann man nicht einfach mal so abfeuern. Nun sage ich: Okay, wenn einige Ultras-Gruppen ganz viel Wert darauf legen, Pyrotechnik zu zünden, kann man sich darüber unterhalten, dafür bestimmte Bereiche im Stadion zu schaffen – aber nur, wenn sich dann auch daran gehalten wird“, sagte Pistorius der „Sport Bild“, stellte aber zudem klar: „In dem Augenblick, in dem auch nur ein Bengalo anderswo gezündet wird, müsste man das sofort wieder einstellen. Das bedeutet, dass man zu klaren, belastbaren Absprachen mit den Ultras kommen können müsste. Ich wäre dazu bereit, aber dazu bedarf es beiderseitiger Zuverlässigkeit.“ 

Während der Sommerpause wird die Spielfläche im Volksparkstadion erneuert. In den kommenden Wochen werden eine Rasenheizung, eine Bewässerungsanlage und die Elektrik für die künstliche Beleuchtung installiert, Ende Juni soll dann das neue Grün ausgelegt werden, damit es rechtzeitig vor dem Testspiel im Rahmen der offiziellen Saisoneröffnung gegen Espanyol Barcelona anwächst. Die Kosten belaufen sich auf 800.000 Euro.