Nach 14 Saisonspielen lässt sich beim HSV folgende Faustregel erkennen: Das erste Tor entscheidet über den Ausgang des Spiels. So gab der HSV als einziges Team nach einer Führung keinen Punkt mehr ab. Viermal ging man mit 1:0 in Front, viermal wurden alle Zähler eingesackt. Gleichzeitig konnte der HSV nach einem Rückstand aber auch keinen Punkt mehr gewinnen. Achtmal fiel das 0:1 und achtmal ging das Team von Markus Gisdol als Verlierer vom Platz.

In Duellen zwischen dem HSV und dem VfL Wolfsburg sind Treffer garantiert. Das belegen die nackten Zahlen: Noch nie endete ein Spiel zwischen den beiden Nordklubs torlos. Bisher gab es 42 Partien mit insgesamt 120 Treffern. In der Bundesliga trafen beide Teams dabei 40 Mal aufeinander. Der HSV konnte zehn Spiele gewinnen, die Wölfe 16. Zudem kam es 14 Mal zu einer Punkteteilung.

Zweimal in Folge hielt Christian Mathenia zuletzt seinen Kasten sauber, gegen Hoffenheim (3:0) und in Freiburg (0:0) verbuchte der Torwart des HSV im Verbund mit seinen Vorderleuten die Null. Doch am Sonnabend kommt im Volkspark Schwerstarbeit auf die Hamburger Defensive zu, denn gegen Wolfsburg klingelt es eigentlich immer: In zwölf Spielen in Folge gelang dem VfL immer mindestens ein Tor, damit wartet der Liga-Dino gegen keinen anderen Verein so lange auf eine Partie ohne Gegentreffer.

Was fällt auf beim Blick auf die nackten Zahlen? Der HSV hat in den bisherigen 14 Saisonspielen 13 Tore erzielt, der VfL Wolfsburg, nächster Gegner am Sonmnabend, kommt in diesem Zeitraum auf 20 Treffer. Dabei haben sich die Niedersachsen auch nur 59 Chancen erarbeitet, lediglich eine mehr als die Hamburger (58). Doch der VfL ist viel effektiver, nutzt 33,9 Prozent der Möglichkeiten, was in diesem Bereich den dritten Platz hinter Dortmund (34,7 Prozent) und Hertha BSC (33,9 Prozent) bedeutet. Der HSV belegt Rang zehn.

Vertraut man auf die Statistik, müsste der HSV in Freiburg nur das erste Tor erzielen, um die Punkte einzufahren. Als einziges Team in dieser Saison gaben die Hamburger nach einer Führung noch keinen Punkt ab (vier Führungen, vier Siege). Eine schöne Entwicklung: In der vergangenen Serie hatten die Rothosen noch 17 Zähler nach Führungen liegen gelassen.