Da geht derzeit nicht viel an der Weser: Bremen ist nach sechs Spielen (drei Unentschieden, drei Niederlagen) noch sieglos. Saisonübergreifend wartet die Elf von Alexander Nouri sogar seit neun Partien auf einen Dreier! Eine so lange Serie ohne Erfolg gab es für die Bremer zuletzt vor drei Jahren zwischen Mai und Oktober 2014 (zehn Spiele). 

Um 18.30 Uhr geht’s im Volkspark so richtig zur Sache: Im 107. Bundesliga-Nordderby empfängt der HSV heute Bremen. Kein Duell gab es öfter! Werder hat in der Gesamtbilanz mit 38 Siegen gegenüber 34 Hamburger Erfolgen bei 34 Unentschieden leicht die Nase vorn. Die Gäste gewannen fünf der letzten zehn Nordderbys, der HSV vier. Zuletzt verlor der Dino zu Hause vor vier Jahren gegen seinen Erzrivalen.

Am Ende war das Ergebnis deutlich, aber es gab durchaus auch Punkte, bei denen die Hamburger besser als die Leverkusener waren. So wurden zum Beispiel mehr Zweikämpfe gewonnen und auch mehr Pässe kamen beim HSV an. Hier die Daten zum Spiel in Leverkusen. 

Noch ein Fakt aus der Statistik: HSV gegen Borussia Dortmund ist die torreichste Paarung in der Geschichte der Fußball-Bundesliga: In den 100 Duellen erzielten beide Klubs insgesamt 358 Treffer, also 3,58 im Schnitt pro Spiel. Die Tendenz ist zudem steigend: In den zurückliegenden zehn Partien fielen 39 Tore, 3,9 im Schnitt.

Auf dem Papier sind die Rollen vor dem Spiel HSV gegen Dortmund eindeutig verteilt. Der BVB ist aktuell Tabellenführer, hat in dieser Saison noch kein Gegentor in der Bundesliga kassiert, der HSV hingegen hat die letzten beiden Spiele verloren und dabei kein Tor erzielt. Dortmund ist morgen also der klare Favorit im Volkspark. Allerdings: Das war in der Vergangenheit schon oft so – und am Ende jubelten doch immer wieder die Hamburger.  Von den letzten zehn Liga-Spielen gegen den BVB hat der HSV fünf gewonnen und nur vier verloren. Eine ziemlich gute Bilanz…

Hannover hat mit Trainer André Breitenreiter, der in 71 Bundesligaspielen für den HSV zwölf Tore erzielte, mit sechs Siegen und 7:0 Toren eine makellose Heimweste und keins der 13 Pflichtspiele verloren. Nur eins der letzten acht Heimspiele gegen Hamburg hat 96 zudem verloren. Dieses 0:3 am 2. April 2016 im bislang letzten Duell führte zur Entlassung von Trainer Thomas Schaaf.

1:1-Torschütze André Breitenreiter (r.) feiert mit seinen HSV-Kollegen den 2:1-Heimsieg 1996 gegen die Bayern. (Foto: Witters)

Mit dem Erfolg über Augsburg und dem Dreier in Köln ist der HSV erstmals seit der Saison 2010/11 wieder mit zwei Siegen in eine Bundesliga-Saison gestartet. Drei Siege in den ersten drei Saisonspielen gelangen dem Liga-Dino jedoch erst einmal: In der Saison 1974/75 gab es zum Start Erfolge bei Borussia Mönchengladbach (3:1), zu Hause gegen Kickers Offenbach (1:0) und bei Eintracht Frankfurt (3:1). Ein Sieg über Leipzig hätte also fast schon historisches Ausmaß.