Klappt es mit dem Dreier gegen Freiburg? Zumindest der Austragungsort macht Hoffnung. Der HSV sammelte nämlich 16 seiner 22 Zähler in der aktuellen Saison im Volkspark. Das sind 73 Prozent der Gesamtpunktzahl. Bei keinem anderen Verein ist der Anteil an Heimpunkten so hoch wie bei den Rothosen.

Sie kommen nicht gerade mit breiter Brust nach Hamburg. Der SC Freiburg hat in den vergangenen zehn Spielen nur vier Tore geschossen, hat mit insgesamt 26 Treffern die zweitschwächste Ausbeute der Bundesliga – nur der HSV (23 Tore) steht noch schlechter da. Die Hälfte aller Freiburger Tore schoss in dieser Saison Nils Petersen. Der 29-Jährige spielt übrigens auch besonders gern gegen den HSV. In zehn Spielen gegen die Hamburger war er an sieben Toren beteiligt. Zu den vier Treffern, die er selbst erzielte, kommen drei Vorlagen hinzu. Gegen keinen anderen Bundesliga-Verein hat Petersen eine bessere Scorer-Statistik. Geradezu kurios aber ist folgender Fakt: Außer Petersen hat kein anderer Freiburger Spieler aus dem aktuellen Kader bisher ein Tor gegen den HSV erzielt. Aus Sicht der HSV-Fans darf das über den Sonnabend hinaus sicher gerne so bleiben.

Wenn der HSV am Sonnabend den SC Freiburg empfängt, treffen die beiden schwächsten Rückrunden-Teams der Bundesliga aufeinander. Ein paar Zahlen gefällig? Die Rothosen gewannen mit dem 3:2 gegen Schalke nur eines der letzten acht Heimspiele, in denen sie insgesamt sechs Zähler holten. Dieser Dreier war auch der einzige in den letzten 17 Partien der Hamburger, die mit sieben Punkten Schlusslicht der Rückrundentabelle sind. Auch ihre acht Tore und 23 Gegentreffer sind in diesem Jahr die schlechtesten Ligawerte. In den letzten 15 Runden spielte der HSV nur einmal zu Null: am 3. März beim 0:0 gegen Mainz. Die Freiburger verloren vor dem Duell der erfolglosesten Angriffsreihen ihre letzten vier Spiele und sind seit sieben Runden sieglos, in denen sie nur zwei Punkte holten. In den letzten neun Stunden erzielten sie nur ein einziges Tor: durch Nils Petersen, der fünf der letzten sechs Freiburger Tore schoss. Das Hinspiel der beiden Teams endete übrigens 0:0.

Marcell Jansen und Mladen Petric schossen den HSV zu einem 2:0-Sieg, der Tabellenplatz vier festigte. Das war am 16. Januar 2010 der letzte Hamburger Heimerfolg gegen die Freiburger, die in der Folge drei Mal an der Elbe gewannen und drei Einzelpunkte entführten. Die Schwarzwälder verloren auch keins der letzten sechs Duelle, von denen fünf unentschieden endeten. Für den einzigen Sieg in diesem Zeitraum sorgte Nils Petersen mit dem bislang einzigen Freiburger Jokertor gegen den HSV. Keine ermutigenden Zahlen…

In 30 Spielen hat der HSV nur 23 Tore erzielt, weniger als alle Konkurrenten. Das liegt vor allem daran, dass sich die Mannschaft eben auch wenig klare Chancen erspielt, nämlich bislang nur 106. Auch das ist der schlechteste Wert in der Bundesliga. Zum Vergleich: Der FC Bayern führt das Ranking mit 244 Chancen an. Die HSV-Rivalen im Abstiegskampf: Wolfsburg (109), Freiburg (130), Mainz (139) und Köln (141). Immerhin haben die Hamburger 21,7 Prozent ihrer Tor-Möglichkeiten verwertet, das bedeutet Rang 13.

In der Fremde geht einfach nichts. Der HSV blieb in Hoffenheim im 14. Auswärtsspiel in Folge sieglos. Innerhalb einer Bundesliga-Spielzeit erlebten die Hamburger nie eine längere Durststrecke auf des Gegners Platz (1970/71 und 1972/73 auch je 14 Partien). Diese Saison stehen noch zwei Auswärtsspiele in Wolfsburg und Frankfurt an.

Liebling Hoffenheim: Gegen einen einzigen Bundesliga-Klub hat der HSV zwei Siege in Folge feiern können. Richtig, es handelt sich um die TSG aus dem Kraichgau. Ein „Rekord“ ist das nicht nur aus Hamburger Sicht. Umgekehrt nämlich hat „Hoffe“ aktuell gegen keinen anderen Verein zwei Niederlagen in Folge kassiert. Kurios übrigens: Der HSV blieb in dieser Saison zwar 15-mal ohne Tor, Hoffenheim nur zweimal (Bundesliga-Spitze gemeinsam mit den Bayern), dennoch endete das Hinspiel 3:0 für den HSV.