Es sind dürftige Zahlen, die der HSV nach dieser Hinrunde aufzuweisen hat – besonders was Tore und Vorlagen angeht. Kein Profi hat in den ersten 17 Spielen der Saison mehr als zwei Treffer erzielt. Fiete Arp, Filip Kostic und André Hahn liegen mit ihren je zwei Toren im Schneckenrennen um die vereinsinterne Torjägerkanone vorn. Top-Scorer sind Aaron Hunt (ein Tor, zwei Vorlagen) und Dennis Diekmeier (drei Vorlagen). Diekmeier ist auch der Feldspieler mit den meisten Einsatzminuten (1440). Er hat genau wie Kyriakos Papadopoulos nur ein Spiel verpasst. Lediglich Torwart Christian Mathenia hat keine Sekunde gefehlt.

Der HSV kassierte gestern die zehnte Niederlage in der Hinrunde – nie waren es in der ersten Saisonhälfte für den Dino mehr! Die Hamburger starteten mit zwei Siegen blendend in die Saison, gewannen in den seitherigen 15 Partien aber nur noch zwei weitere Male. Eine schlimme Bilanz!

Das klingt doch gut: Nur zwei Punkte ergatterten die Gladbacher Fohlen aus den letzten fünf Begegnungen mit dem HSV. In den letzten beiden Heimspielen (0:0, 0:3)  blieben sie komplett ohne Torerfolg, wobei sie beim letzten torlosen Treffen im Borussia-Park gleich zwei Elfmeter verschossen. Das letzte Gladbacher Heimtor gegen Hamburg erzielte 2014 (!) Max Kruse.

Statistik-Freaks unter den HSV-Fans müssen jetzt stark sein. Denn die Vorzeichen sind schlecht: Gegen keinen anderen Bundesligisten haben die Frankfurter eine so lange Serie von Spielen ohne Niederlage wie gegen Hamburg. In den letzten zehn Liga-Duellen gab es fünf Siege und fünf Remis. Damit ist die Eintracht seit ihrem Wiederaufstieg in die Bundesliga 2012 gegen die „Rothosen“ unbesiegt. In den letzten vier Bundesliga-Spielen gegen die SGE hat der HSV nicht einmal ein Tor erzielt, ist gegen die Hessen nunmehr seit 403 Minuten ohne Treffer. Der letzte Erfolg datiert vom 21. Januar 2011. Damals gab es ein 1:0 im Volkspark durch ein Tor von Mladen Petric.

Nach 14 Saisonspielen lässt sich beim HSV folgende Faustregel erkennen: Das erste Tor entscheidet über den Ausgang des Spiels. So gab der HSV als einziges Team nach einer Führung keinen Punkt mehr ab. Viermal ging man mit 1:0 in Front, viermal wurden alle Zähler eingesackt. Gleichzeitig konnte der HSV nach einem Rückstand aber auch keinen Punkt mehr gewinnen. Achtmal fiel das 0:1 und achtmal ging das Team von Markus Gisdol als Verlierer vom Platz.

In Duellen zwischen dem HSV und dem VfL Wolfsburg sind Treffer garantiert. Das belegen die nackten Zahlen: Noch nie endete ein Spiel zwischen den beiden Nordklubs torlos. Bisher gab es 42 Partien mit insgesamt 120 Treffern. In der Bundesliga trafen beide Teams dabei 40 Mal aufeinander. Der HSV konnte zehn Spiele gewinnen, die Wölfe 16. Zudem kam es 14 Mal zu einer Punkteteilung.