Der HSV muss wegen der Ausschreitungen seiner Fans während des Nordderbys bei Werder Bremen eine empfindliche Geldstrafe zahlen. Das DFB-Sportgericht verdonnerte den Klub zu einer Buße in Höhe von 80.000 Euro. Der HSV hat dem Urteil bereits zugestimmt, es ist damit rechtskräftig. Am 24. Februar hatten Teile der HSV-Anhänger beim Derby in Bremen (0:1) große Mengen an Pyrotechnik abgebrannt und diese teilweise auch auf das Spielfeld geworfen und geschossen. Deshalb musste die Begegnung in der 3. und in der 45. Minute kurzzeitig unterbrochen werden und verzögerte sich auch in der 86. Minute noch mal, als eine Leuchtkugel auf dem Rasen landete. Ein Zuschauer erlitt aufgrund der Vorfälle ein Knalltrauma. Außerdem warfen Hamburger Zuschauer nach dem Siegtreffer für Werder in der 86. Minute zahlreiche Getränkebecher und Fahnenstöcke aus dem Oberrang in den Unterrang, in dem Werder-Fans saßen.

Wie reagiert der HSV auf das erneute Fehlverhalten von Walace? Der Brasilianer, ohnehin schon zur U21 degradiert, schwänzte am vergangenen Sonntag das Training, jettete nach Mailand. Thomas von Heesen, sportlicher Berater des Vorstands, empfiehlt eine harte Linie. „Das ist nicht zu tolerieren. Der Klub macht klare Ansagen, daran hat sich jeder Spieler zu halten. Wer dagegen verstößt, muss mit den Konsequenzen leben“, sagte er der MOPO und stellte klar: „Walace hat Dinge getan, die nicht erlaubt waren, er hätte in Hamburg bleiben und trainieren müssen. Es ist klar, dass sein Verhalten sanktioniert wird. Man sollte sich an die Regeln halten, die vorgegeben sind, und nicht glauben, man ist vielleicht ein Star und kann machen, was man will. Das geht in einer Gemeinschaft nicht.“ Ob der Olympiasieger bis zum Saisonende suspendiert bleibt? Von Heesen: „Das ist nicht meine Entscheidung, darüber wird sich der Trainer sicher Gedanken machen und mit ihm sprechen – wenn überhaupt.“

Shoppen in Mailand statt Training mit der U21 – das hat für Skandal-Profi Walace Konsequenzen. Heute muss sich der Brasilianer bei Direktor Sport Bernhard Peters erklären, im Anschluss wird er sanktioniert. Der Weg zurück in den Profi-Kader dürfte damit endgültig zu sein. Was am Saisonende mit Walace passiert, ist offen.

Statt am Sonntag mit der U21, zu der er strafversetzt worden war, zu trainieren, war Walace am Wochenende auf einem Städtetrip in Mailand und dokumentierte dies auch fleißig auf Instagram-Bildern. Das wird erneut Konsequenzen für den offenbar völlig uneinsichtigen Brasilianer haben! Morgen wird es einem Gespräch mit den HSV-Verantwortlichen geben, bei dem Walace aufgrund seines neuerlichen Fehlverhaltens eine weitere Strafe auferlegt wird! Er soll zudem weiter bei der U21 trainieren, eine Rückkehr ins Profi-Team ist derzeit also nicht absehbar bzw. wird immer unwahrscheinlicher. Nach seinem eigenständig verlängerten Urlaub und seiner Weigerung, in Berlin in der Abwehr zu spielen sowie das Spiel im Stadion zu verfolgen, ist es Walaces nächstes Vergehen. In Hamburg steht der 22-Jährige noch bis 2021 unter Vertrag.

 

Beim HSV darf er nach seinem Fehlverhalten rund um das Berlin-Spiel bis auf weiteres nicht mehr bei den Profis trainieren. Doch Walace, der sich bei der U21 (spielt heute in Lübeck) fit hält, lässt sich die Laune nicht verderben, nutzt das freie Wochenende zu einem Städtetrip nach Mailand, wie ein Bild auf dem Instagram-Account des Brasilianers zeigt.

Das DFB-Sportgericht hat den HSV im Einzelrichterverfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen dreier Fälle eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger mit einer Strafe in Höhe von 30.000 Euro belegt. In der Begründung heißt es: „In der ersten Halbzeit des Bundesligaspiels bei Hannover 96 am 15. September 2017, kurz vor Anpfiff des Bundesligaspiels bei Schalke 04 am 19. November 2017 und zu Beginn des Bundesligaspiels gegen Eintracht Frankfurt am 12. Dezember 2017 wurde jeweils vermehrt Pyrotechnik im Hamburger Zuschauerblock abgebrannt. Die Spiele in Hannover und gegen Frankfurt mussten aufgrund der Rauchentwicklung kurzzeitig unterbrochen werden.“ Der Verein hat dem Urteil zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.

Die Zeit in Österreich will Markus Gisdol nutzen, um seiner Mannschaft neben dem bekannten 4-2-3-1- auch das 4-4-2-System einzubläuen. „Hier steht das taktische Verhalten der Mannschaft absolut im Vordergrund“, sagte der HSV-Coach. Um die Aufmerksamkeit seiner Spieler zu schärfen, werden individuelle Fehler während der Trainingseinheiten mit zehn Liegestützen bestraft. Walace und Albin Ekdal hatten schon das zweifelhafte Vergnügen.

HSV-Torwarttrainer Stefan Wächter ist vom DFB-Sportgericht wegen unsportlichen Verhaltens mit einer Strafe von 2000 Euro belegt worden. Wie der DFB mitteilte, hatte sich Wächter im Spiel beim FC Augsburg am 30. April unsportlich gegenüber dem Vierten Offiziellen Timo Gerach (Landau) verhalten und geäußert. Gegen die Entscheidung des Einzelrichters kann binnen 24 Stunden Einspruch eingelegt und eine mündliche Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht beantragt werden.