Oha! Dennis Diekmeier (28) hat das ihm vorliegende Vertragsangebot vom HSV abgelehnt und wird den Volkspark im Sommer ablösefrei verlassen. Sein Berater Volker Struth (51) sagte der „Bild“: „Wir haben dem HSV bereits Anfang Dezember mitgeteilt, dass Dennis dieses Angebot aufgrund der Laufzeit nicht annehmen wird. Dennis hätte gerne langfristig in Hamburg unterschrieben und beim HSV seine Karriere beendet.“ Doch daraus wird jetzt nichts mehr – obwohl sich der dienstälteste HSV-Profi (seit 2010) an der Elbe eigentlich pudelwohl fühlt. Die HSV-Bosse um Heribert Bruchhagen und Sportchef Jens Todt boten Diekmeier allerdings nur einen Zweijahresvertrag an, der Rechtsverteidiger pochte auf eine Laufzeit von mindestens drei Jahren. Das wollten Bruchhagen und Todt partout nicht bewilligen. Nun hat der 28-Jährige dem HSV abgesagt und wird sich für einen anderen Klub entscheiden. Genügend Offerten aus der Bundesliga und dem Ausland sollen bereits vorliegen.

Spielerberater Volker Struth hat sich in der „Sport Bild“ über seine umstrittene Tätigkeit für HSV-Investor Klaus-Michael Kühne geäußert: „Ich habe von Herrn Kühne für meine Beratung keinen Cent bekommen.“ Struth sagt aber auch, er habe die Situation unterschätzt: „In anderen Ländern ist es völlig normal, dass ein Klub-Eigner oder Investor sich mit einem externen Berater bespricht. (…) Ob der Klub diese Vorschläge dann umsetzt, ist eine andere Diskussion. In meinem Fall wurde keiner meiner Ratschläge umgesetzt. Wir verständigten uns darauf, dass wir es in dieser Konstellation nicht weiterführen können.“ Struth ist  u.a. Berater von Bobby Wood und André Hahn.

Spielerberater Volker Struth ist Klaus-Michael Kühne zur Seite gesprungen. Die DFL prüft, ob der HSV-Investor verbotenerweise Einfluss auf das operative Geschäft genommen hat. Kühne habe dem HSV „kein Ultimatum gestellt“, betonte Struth bei „Sky90“. In einem Interview hatte Kühne gesagt, die Verpflichtung von André Hahn nur dann finanziell zu unterstützen, wenn gleichzeitig der Vertrag mit Bobby Wood verlängert werde. Die DFL befürchtet in diesem Fall einen Verstoß gegen die „50+1“-Regel und hatte eine Stellungnahme des Liga-Dinos angefordert. Diese wollte Vorstandschef Heribert Bruchhagen „ganz unaufgeregt“ geben. Struth, der sowohl Hahn als auch Wood berät und nach eigenen Aussagen ein gutes Verhältnis zu Kühne hat, versicherte: „Dass da Vereinspolitik betrieben worden sein soll, weise ich klar zurück.“

Dem HSV droht Ärger wegen eines möglichen Verstoßes gegen die 50+1-Regel! Wie der HSV bestätigte, wurde der Bundesliga-Dino zu einer Stellungnahme durch die DFL aufgefordert. Hintergrund ist eine Aussage von Investor Klaus-Michael Kühne über seinen Einfluss auf die Vertragsverlängerung mit Angreifer Bobby Wood sowie am Transfer von André Hahn von Gladbach.  Bei „Sky“ hatte Kühne gesagt: „Ich habe dem Verein zwar dafür kein Geld gegeben, aber ich habe ihm zu der Verlängerung geraten und gesagt, dass ich André Hahn nur finanziere, wenn ihr Wood haltet.“ Wood und Hahn werden von der Agentur Sportstotal betreut. Sportstotal-Chef Volker Struth gilt als Vertrauter von Milliardär Kühne. Welche möglichen Konsequenzen dem HSV aufgrund der Ermittlungen drohen, ist vorerst nicht abzusehen. Die DFL wollte auf Anfrage den Fall nicht kommentieren. Die 50+1-Regel soll verhindern, dass Investoren die Macht in einem Klub übernehmen.

Klaus-Michael Kühne hat dem „Spiegel“ erzählt, dass HSV-Trainer Markus Gisdol im Zuge der Vertragsverlängerung von Bobby Wood und der Verpflichtung von André Hahn den Berater Volker Struth (der sowohl Wood als auch Hahn betreut) eingeschaltet habe, um ihn von einer finanziellen Unterstützung zu überzeugen. „Ich weiß, wen Gisdol als Spieler haben will. Und er (Gisdol, d. Red.) hat mich über Struth gebeten, mich zu engagieren“, berichtete Kühne. Agent Struth diente also als Vermittler zwischen dem HSV-Coach und dem Investor. Einen Interessenkonflikt erkennt der 80-Jährige darin nicht. Das Gegenteil sei der Fall, erklärte Kühne: „So wusste ich, dass viele andere Vereine hinter Wood und Hahn her waren. Mir war also bekannt, dass der HSV schnell reagieren musste. Er war nicht dazu in der Lage, also habe ich es getan.“ Woods Gehalt wurde auf drei Millionen Euro verdoppelt, Hahn kostete sechs Millionen Euro Ablöse. In beiden Fällen kassierte Berater Struth mit.

Dem HSV droht im Sommer der Verlust seines besten Stürmers. Während Sportchef Jens Todt darum bemüht ist, den 2020 auslaufenden Vertrag mit Bobby Wood vorzeitig zu verlängern, führte der US-Boy laut „Bild“ bereits „Sondierungsgespräche“ mit Borussia Dortmund. Kürzlich hatte der 24-Jährige sein Management gewechselt – er wird nun von Volker Struth beraten. Der BVB soll bereit sein, Woods Gehalt in Höhe von 1,5 Millionen Euro zu verdreifachen. Die Ablösesumme ist mit zwölf Millionen Euro vertraglich festgeschrieben.

Im vergangenen Sommer kam Bobby Wood für 3,5 Millionen Euro vom Zweitligisten Union Berlin zum HSV – und schlug voll ein! Kein Wunder, dass der US-Boy sowohl in der Bundesliga als auch international heiß begehrt ist. Zwar hat er einen Vertrag bis 2020, eine Ausstiegsklausel würde es ihm aber erlauben, Hamburg für zwölf Millionen Euro zu verlassen. Das will Jens Todt unbedingt verhindern. „Wir sind in Gesprächen mit Bobby und daran interessiert, ihn länger zu halten und seinen Vertrag entsprechend anzupassen“, zitiert „Sport Bild“ den Sportchef. Woods Gehalt soll verdoppelt werden, drei Millionen Euro könnte er pro Saison beim HSV einstreichen. Zudem schwebt Todt vor, die Ausstiegsklausel mit einer Ablösesumme von 20 Millionen Euro zu versehen. Gespräche mit Volker Struth, dem neuen Berater des Stürmers, werden zeitnah stattfinden.

Verantwortliche, Mitspieler und Fans sind ganz vernarrt in Bobby Wood. Mit seinem Treffer gestern gegen Gladbach (2:1) sorgte der Angreifer für wichtige drei Punkte im Abstiegskampf. Im vergangenen Sommer verpflichtete der HSV den US-Boy für 3,5 Millionen Euro vom Zweitligisten Union Berlin, gab ihm einen Vertrag bis 2020. Jetzt hat der 24-Jährige den Berater gewechselt, die Interessen des Stürmers vertritt nun Volker Struth mit seiner Agentur „Sports Total“. „Wir sind froh, künftig eng an deiner Seite zu sein“, ist auf der Homepage der Agentur zu lesen. Bis zum vergangenen Sommer war Struth auch beratend für HSV-Investor Klaus-Michael Kühne tätig.

Das Pflaster wurde ihnen offenbar zu heiß. Laut „Bild“ will Spielerberater Volker Struth mit den Handlungen beim HSV ab sofort nicht weiter in Verbindung gebracht werden. Er stehe als Berater von Klaus-Michael Kühne nicht mehr zur Verfügung. Gleiches gilt laut „Sky“ für Reiner Calmund.