Als einziger Bundesliga-Klub hat der Tabellenvorletzte HSV darauf verzichtet, etwas an seinem Profikader zu verändern. „Trotz der Transfers der Konkurrenz bin ich fest vom Klassenerhalt überzeugt“, sagte Jens Todt dem „Abendblatt“. Warum? „Weil unsere Spieler noch Steigerungspotenzial haben. Wir haben uns bisher unter Wert verkauft.“ Andererseits betonte der Sportchef: „Wir waren auf allen Positionen vorbereitet.“ Trainer Bernd Hollerbach hatte sich in erster Linie Verstärkung für die Offensive gewünscht. Erster Kandidat war Admir Mehmedi, der nun von Bayer Leverkusen zum VfL Wolfsburg wechselte. Todt: „Wir wollten Mehmedi ausleihen, ein Kauf wäre ohnehin utopisch gewesen.“ Dann bemühte sich der HSV um den polnischen Nationalstürmer Lukasz Teodorczyk von RSC Anderlecht. „Er ist ein hart arbeitender Stürmer, mit dem wir uns beschäftigt haben“, sagte der Hamburger Sportchef, doch „das Gesatpaket stimmte nicht.“ Anders ausgedrückt: Auch er war zu teuer.

Nachdem klar war, dass sich der Transfer von Wunschstürmer Lukasz Teodorczyk (RSC Anderlecht) nicht realisieren lassen würde, fragte HSV-Sportchef Jens Todt laut „Sky Sports“ bei Newcastle United an, ob der serbische Angreifer Aleksandar Mitrovic auf Leihbasis zu bekommen sei. Doch das Interesse der Hamburger kam zu spät, er hatte sich bereits für einen anderen Verein entschieden: FC Fulham.

Der HSV hat ein Angebot in Höhe von zwei Millionen Euro für Luca Waldschmidt abgelehnt. Wie schon im vergangenen Sommer wollte der SC Freiburg den 21-jährigen Angreifer verpflichten. Laut „Sport Bild“ hatte sich der Hamburger Edelreservist bereits für einen Wechsel zum Liga-Rivalen entschieden, letztlich entschied sich der HSV aber dagegen – weil sich der Transfer des polnischen Nationalstürmers Lukasz Teodorczyk (RSC Anderlecht) nicht realisieren ließ.

Außer Spesen nichts gewesen! Am 11. Januar war Jens Todt im spanischen La Manga, sah sich das Testspiel zwischen dem belgischen Topklub RSC Anderlecht und dem niederländischen Erstligisten SC Heerenveen (0:0) an. Später reiste der Sportchef des HSV nach Polen, verhandelte mit Beratern. Laut „Het Laatste Nieuws“ das Objekt der Begierde: Lukasz Teodorczyk! Der 26-jährige Nationalspieler erzielte für Anderlecht in 79 Pflichtspielen 34 Tore und stand zuvor bei Dynamo Kiew (42 Spiele, 16 Tore), Lech Posen (58 Spiele, 28 Tore) sowie Polonia Warschau (32 Spiele, zehn Tore) unter Vertrag. Letztlich musste Todt aber absagen – zu teuer! Der Marktwert des Mittelstürmers wird auf sieben Millionen Euro geschätzt.