Derzeit sieht es nicht so aus, als würde der HSV aktuell noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden. Das war vor einem Jahr noch ganz anders. Letzten Winter wurden Walace (Gremio Porto Alegre, 9,20 Mio. Euro Ablöse), Mergim Mavraj (Köln, 1,8 Mio. Euro Ablöse) und Kyriakos Papadopoulos (Leverkusen, 500.000 Euro Leihgebühr) verpflichtet. Wichtige Bausteine auf dem Weg zum Klassenerhalt.

Gibt der HSV bis zum Ende der Transferperiode am Mittwochabend noch Spieler ab? Sieht nicht so aus. „Eigentlich möchte ich nicht, dass wir uns noch von jemandem trennen“, sagt Trainer Bernd Hollerbach. Zuletzt gab es Gerüchte um ein Interesse des VfL Wolfsburg an André Hahn. Auch Bakery Jatta besitzt Anfragen mehrerer Zweitligisten für eine Leihe.

Wann schlägt der HSV zu? Die Frage beschäftigt viele Fans, die der Ansicht sind, dass der Kader für die Herausforderungen in der Rückrunde dringend verstärkt werden müsse. Doch Jens Todt ist darum bemüht, Ruhe auszustrahlen. Man könne darauf vertrauen, dass er „überhaupt nicht untätig“ sei und „den Markt sehr intensiv“ beobachte, so der Sportchef, der nach dem Wechsel von Markus Gisdol zu Bernd Hollerbach auf eine Einschätzung des neuen Hoffnungsträgers wartet: „Natürlich ist der Trainer ganz stark involviert in die Planung.“ Ende der Woche sind die beiden zu einer Analyse verabreden. Todt: „Dann sprechen wir über jede Position und wägen ab, was sinnvoll und machbar ist.“ Der Sportchef setzt auf Last-Minute-Einkäufe, das Transferfenster schließt am Mittwoch um 18 Uhr.