Viele Profis sind in der Vergangenheit vom HSV zu den Bayern gewechselt. Aber genau wie jetzt Nachwuchs-Torjäger Manuel Wintzheimer haben auch schon einige Spieler den Weg von der Isar an die Elbe gefunden. Positive Beispiele sind Marcell Jansen (2008), Paolo Guerrero (2006), Piotr Trochowski (2005), Markus Babbel (1992, Leihe) oder Armin Eck (1989). Das lässt zumindest auf eine positive Entwicklung bei Wintzheimer hoffen.

Im vergangenen Sommer absolvierte Piotr Trochowski ein Probetraining bei Ferencvaros Budapest, wechselte dann aber zum FC Augsburg. Dort erhielt der 32-Jährige keinen neuen Vertrag – und erneut wirbt Coach Thomas Doll darum, seinen früheren Hamburger Weggefährten zum ungarischen Double-Gewinner zu locken: „Ich stehe mit ihm in Kontakt. Wenn er wieder fit ist und ein Mannschaftstraining absolvieren will, ist er in Budapest jederzeit gerne gesehen. Das Angebot steht. Wir werden in den nächsten Tagen mal wieder telefonieren“, sagte der 50-Jährige im Interview mit „transfermarkt.de“.

Schon beim HSV arbeiteten Trochowski (l.) und Doll zusammen. (Foto: Witters)

Bittere Nachricht für Piotr Trochowski. Der ehemalige HSV-Profi, der in Augsburg bereits seit über einem Monat mit Wadenproblemen ausfällt,  wird noch einige Wochen pausieren müssen.  Auch ein vorzeitiges Saison-Aus ist nicht ausgeschlossen.  „Troche“ hat sich  einen Muskelbündelriss in der Wade zugezogen – diese Diagnose gab es erst jetzt. Bislang hat es der 32-jährige Mittelfeldspieler in der laufenden Saison nur auf sechs Liga-Einsätze für Augsburg gebracht.

Mit großem Applaus wurde Augsburgs Piotr Trochowski am Sonnabend von den HSV-Fans empfangen – sehr zur Freude von Klubboss Dietmar Beiersdorfer. „Er ist ein Spieler, dem man seine Identifikation mit dem HSV abnimmt, der sich immer 100 Prozent eingebracht hat. Das wissen unsere Fans zu schätzen“, so Beiersdorfer. „Troche ist enorm professionell und liebt seinen Beruf. Für ihn ist es mehr eine Berufung.“

„Hamburg ist und bleibt mein Zuhause“, hat uns Piotr Trochowski im Interview gesagt. Am Sonnabend spielt er mit Augsburg erstmals als Gast im Volksparkstadion. „Troche“: „Das wird ein Highlight!“ Heute (20.30 Uhr) geht es aber zunächst einmal im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den BVB.

Am nächsten Wochenende kehrt er nach Hamburg zurück, heute aber hofft Piotr Trochowski zunächst noch auf seinen Verbleib im europäischen Wettbewerb. Ab 21.05 Uhr kämpft er mit dem FC Augsburg bei Partizan Belgrad um den Einzug unter die letzten 32 Teams, braucht einen Sieg mit zwei Toren Unterschied. Am 19. Dezember dann kickt „Troche“ erstmals nach seinem Weggang im Sommer 2011 wieder im Volkspark.