Klaus-Michael Kühne hatte kürzlich die Stadt Hamburg aufgefordert, den finanziell angeschlagenen HSV zu unterstützen und ähnlich wie bei anderen Unternehmen aus der Wirtschaft, zum Beispiel Hapag Lloyd, als Investor einzusteigen. Im NDR nahm Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) zu diesem Vorschlag Stellung: „Es wäre etwas sehr Ungewöhnliches, wenn eine Stadt Anteilseigner an einem Profisportverein wird. Das wäre auch nichts, was wir als Senat mal eben so entscheiden könnten, das wäre etwas sehr Besonderes“, sagte der Politiker und betonte: „Ich kann mich auch nicht erinnern und weiß nicht, ob das irgendwo in Deutschland üblich ist, dass der Staat sich in das Sportgeschäft aktiv einmischt. Das machen wir in Hamburg auch nur dann, wenn es – wie bei Hapag Lloyd – wirklich um Standortinteressen geht und wo wir über die Anteilskäufe letztlich irgendwann auch wieder eine Dividendenerwartung haben, um aus diesem Engagement kein Zusatzgeschäft zu machen. Da ist Hapag Lloyd sehr gut unterwegs und deshalb kann man die Dinge nicht vergleichen.“

Als großer HSV-Fan hofft Hamburgs neuer Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) noch immer auf eine Wende für seinen Herzensklub. „Für die Stadt ist es natürlich keine schöne Sache, dass der HSV jetzt zum ersten Mal abzusteigen droht“, sagte der 52-Jährige nach seiner Vereidigung, er hat aber nicht aufgegeben: „Die Hoffnung stirbt zuletzt, vielleicht geht es ja noch gut.“ Der gebürtige Bremer Tschentscher wurde über seinen Sohn HSV-Fan. Tschentscher drückt dem Tabellenletzten nicht nur vor dem Fernseher die Daumen, sondern geht auch gerne ins Stadion. Daran will der Bürgermeister auch nichts ändern, sollten der Verein tatsächlich in die Zweite Liga absteigen. „Dann geht es ja um den Aufstieg“, so Tschentscher.