Ein schöner Ausflug in eine andere Welt, den Johan Djourou da am Wochenende kennenlernte. Der frühere HSV-Kapitän, der im vergangenen Sommer zum türkischen Erstligaklub Antalyaspor wechselte, war im Genfer Theater Pitoeff als Model geladen, machte auf dem Catwalk eine gute Figur. Vielleicht die Chance zu einer Karriere nach der Karriere?

Seit Christian Titz im März das Trainer-Amt beim HSV übernahm, blühte auch Aaron Hunt gewaltig auf, entwickelte sich zum Anführer eines jungen Teams, das vier von acht Spielen gewinnen konnte. Der Vertrag des 31-Jährigen läuft allerdings aus, er könnte Hamburg ablösefrei verlassen. Neben mehreren Klubs aus der Türkei hat laut „Bild“ auch Hannover 96 den Offensiv-Allrounder ins Visier genommen.

Die Saison begann unglaublich schlecht für Johan Djourou. Niederlagen, langwierige Verletzungen und Frust kennzeichneten den Weg des Ex-HSV-Kapitäns, der im Sommer zum türkischen Erstligaklub Antalyaspor gewechselt war. Mittlerweile aber herrscht eitel Sonnenschein: Nach dem 1:0 bei Genclerbirligi haben Djourou und sein Team zwei Partien vorm Saisonende fünf Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge, sind nun Tabellenzwölfter. Auch für Djourou selbst läuft es: Die vergangenen sieben Partien bestritt er von Beginn an, gilt weiter als klarer Anwärter auf den WM-Kader der Schweiz.

Jubel bei Johan Djourou (l.) und seinen Kollegen von Antalyaspor.

Er hatte sehr viel Verletzungspech in den vergangenen Jahren. Auch nach seinem Wechsel zu Antalyaspor im Sommer fiel Ex-HSV-Kapitän Johan Djourou zügig mehrere Monate aus. Seit ein paar Wochen aber ist er richtig fit – und feierte mit seinem Team nun den dritten Sieg in Folge. Roch es zunächst lange nach Abstieg, haben Djourou und sein Team nach dem 2:1 bei Karabükspor als Tabellenzwölfter schon sechs Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge. Der Schweizer durfte diesmal 72 Minuten lang mitwirken.

Sie schrauben am ganz großen Ding. Istanbul Basaksehir will in die Phalanx der großen Istanbuler Klubs einbrechen und seinen ersten Meistertitel gewinnen. Ein Ex-HSV-Star sorgte am Ostersonntag dafür, dass dieser Traum weiter lebt. Eljero Elia erzielte beim 2:1-Erfolg bei Akhisar Belediyespor das wichtige 1:1, damit liegt Basaksehir weiter nur einen Zähler hinter Spitzenreiter Galatasaray. Auf Rang drei folgt vier Zähler hinter „Gala“ Meister Besiktas Istanbul mit dem Ex-Hamburger Tolgay Arslan.

HSV-Leihstürmer Batuhan Altintas steckt weiter in der Krise. Nachdem der 22-Jährige in der Vorwoche zumindest mal eine Halbzeit lang spielen durfte, schmorte er am heutigen Sonntag beim türkischen Zweitligaspiel seines Klubs Giresunspor bei Aufsteiger BB Erzurumspor wieder 90 Minuten auf der Bank. Dort sah er neun Tore, konnte sich darüber aber größtenteils nicht freuen. Giresunspor verlor 4:5 (1:2) und fiel in der Tabelle auf den elften Platz zurück.

Batuhan Altintas muss auch nach seinem sechsten Saison-Einsatz weiter auf seinen ersten Treffer für den türkischen Zweitligisten Giresunspor warten. Beim 0:2 (0:2) gegen Adana Demirspor wurde der HSV-Leihstürmer zur zweiten Halbzeit eingewechselt, konnte allerdings keine Wende herbeiführen. In der Tabelle bleibt Giresunspor als Tabellenneunter im Niemandsland. Altintas ist bis Saisonende verliehen. Beim HSV besitzt der 21-jährige Türke noch einen Vertrag bis 2019.

Auch heute rollt der Ball in Europas Ligen – und für drei Ex-HSV-Profis stehen besonders wichtige Aufgaben an. Den Beginn macht um 18 Uhr Tolgay Arslan, der mit Besiktas Istanbul bei Trabzonspor ran muss. Ein Sieg, und Besiktas liegt nur drei Zähler hinter Spitzenreiter Galatasaray. Rafael van der Vaart und der FC Midtjylland wollen in Dänemark mit einem Erfolg in Silkeborg wieder zu Spitzenreiter Bröndby aufschließen. Anpfiff ist um 20.05 Uhr. Ab 21 Uhr gastieren dann HSV-Leihgabe Alen Halilovic und UD Las Palmas bei Celta Vigo – und können mit einem Sieg die Abstiegsplätze der Primera Division verlassen.