Kann Fiete Arp nach seiner Rückkehr von der U17-WM am Sonnabend direkt für den HSV auflaufen? „Ich werde ihn mir genau angucken und dann eine Entscheidung treffen“, sagt Gisdol, der sich zumindest darüber freut, dass der Stürmer ab sofort bei den Profis regelmäßig wieder trainieren kann.

Fiete Arp ist schon seit gestern wieder zurück in Hamburg, nachdem die deutsche U17 bei der WM in Indien im Viertelfinale an Brasilien (1:2) gescheitert war. Nun muss das HSV-Juwel auch den persönlichen Titel abhaken: In der Torjägerliste wurde er von Englands Rhian Brewster verdrängt, der Stürmer vom FC Liverpool traf im Halbfinale gegen die Samba-Kicker (3:1) dreifach und steht nun bei sieben Treffen. Arp hatte fünfmal getroffen.


Nach dem 1:2 im WM-Viertelfinale gegen Brasilien geht es für Fiete Arp und die deutsche U17 heute Nacht wieder nach Deutschland zurück. Das HSV-Talent kann das Aus nur schwer verdauen. „Die erste Halbzeit war großartig“, ließ er wissen. „Wir haben Brasilien beherrscht, ihnen die Grenzen aufgezeigt, aber wir haben den Sack nicht zugemacht“, so Arp, der mit seinem verwandelten Foulelfmeter in der 21. Minute für die deutsche Führung gesorgt hatte. „Das Aus tut brutal weh, wir haben fest an den Titel geglaubt und waren zu einer enormen Einheit zusammengewachsen.“

Das ist bitter! Bei der U17-Weltmeisterschaft in Indien ist die deutsche Auswahl im Viertelfinale ausgeschieden. Nachdem HSV-Angreifer Fiete Arp (21.) das Team von Bundestrainer Christian Wück vom Elfmeter-Punkt mit seinem fünften Turniertreffer in Führung geschossen hatte, drehten Weverson (71.) und Paulinho (77.) die Partie. Die gute Nachricht: Im Verlauf der Woche kehrt Arp nach Hamburg zurück und steht Markus Gisdol wieder zur Verfügung.

Es wird heiß in Kalkutta. 34 Grad sind vorhergesagt, wenn die deutschen U17-Junioren in der indischen Millionenstadt nach den Sternen greifen. Im WM-Viertelfinale geht es heute (16.30 Uhr, Eurosport live) gegen Brasilien. „Wir müssen einfach ein Tor mehr schießen als der Gegner, das reicht schon“, sagt Bundestrainer Christian Wück. „Brasilien tritt sehr spielstark auf, dazu haben sie europäische Komponenten in ihrem Spiel. Wir müssen in allen Belangen eine Topleistung abrufen, um eine Runde weiterzukommen.“ Die Hoffnungen ruhen einmal mehr auf HSV-Juwel Fiete Arp, der bereits vier Turniertore erzielte und drei weitere Treffer vorbereitete. Der Hamburger Angreifer soll wieder den Unterschied ausmachen. „Ich hoffe, dass er sehr wichtig wird. Fiete profitiert von seinen Nebenleuten, wie die Mannschaft auch von Fiete profitiert. Die Abstimmung greift sehr gut ineinander“, sagt Wück.