Die U21 des HSV nimmt Kurs auf die Rückeroberung der Tabellenführung in der Regionalliga Nord. In Barsinghausen führt die Mannschaft von Steffen Weiß nach der ersten Halbzeit mit 2:1 gegen den 1. FC Germania Egestorf-Langreder. Christian Stark (14.) und Mohamed Gouaida (18.) sorgten für einen Blitzstart der „Rothöschen“. Arianit Ferati bereitete beide Treffer vor. Der Tabellensiebte aus Niedersachsen verkürzte durch Henrik Weydandt (33.).

Jetzt hat es die U21 des HSV in der Regionalliga Nord erwischt. Weiche Flensburg hat durch das 5:0 bei Altona 93 die Spitzenposition übernommen und die „Rothöschen“ zumindest über Nacht auf Platz zwei verdrängt. Mit einem Sieg heute (18 Uhr) bei Germania Egestorf-Langreder könnte das Team von Trainer Steffen Weiß zwar wieder vorbeiziehen, allerdings nur mit zwei Punkten Vorsprung und drei Spielen mehr als Flensburg.

Aus dem HSV-Nachwuchs sind Aaron Opoku und Arianit Ferati im Training mit dabei. Der 19-jährige Opoku, eigentlicher Kapitän der U19, spielte zuletzt dreimal für die U21 des HSV. Bei der U19 hatte der offensive Mittelfeldspieler zwölf Tore in 16 A-Jugend-Bundesliga-Spielen in dieser Saison. Ferati hatte am Sonnabend beim 2:3 der U21 in der Regionalliga gegen Lüneburg getroffen.

Nach drei Niederlagen in Folge und nun schon fünf Spielen hintereinander ohne Sieg hat man beim HSV die Meisterschaft in der Regionalliga Nord und einen möglichen Aufstieg in die Dritte Liga schon abgehakt. Trainer Steffen Weiß, der das Amt von Christian Titz übernahm, rechnet auch nicht mehr damit, dass ihm künftig die Top-Talente aus dem Profikader oder der U19 abgestellt werden: „Gerade unsere Leute aus der zweiten Reihe werden jetzt ins kalte Wasser geworfen. Sie müssen sich schnell vom Jugend- auf den Herrenfußball umstellen.“ Das Ziel des 29-Jährigen für den weiteren Saisonverlauf: „Wir müssen nun Schritt für Schritt machen und uns in jedem Spiel verbessern.“

Bitter: Im Heimspiel gegen den Lüneburger SK Hansa hat die U21 des HSV ihre dritte Pleite in Folge kassiert – 2:3! Kevin Krottke erlegte die Elf von Trainer Steffen Weiß mit drei Treffern (6./15./64.) quasi im Alleingang. Frank Ronstadt (8.) und Arianit Ferati (50.) hatten zwischenzeitlich ausgeglichen. Doch es reichte nicht. Seit fünf Partien warten die „Rothöschen“ nun schon auf einen Sieg. Mit einem Dreier morgen in Hildesheim könnte Weiche Flensburg (52 Punkte) den HSV (54) bereits an der Spitze der Regionalliga Nord ablösen. Auch der VfL Wolfsburg II hat 52 Zähler bei weniger absolvierten Spielen als die Hamburger.

HSV-II-Trainer Steffen Weiß (Foto: Witters)