Beim 1. FC Köln soll es noch vor der heutigen Verpflichtung von Armin Veh als neuen Geschäftsführer Sport Überlegungen gegeben haben, Bruno Labbadia als neuen Trainer und „Feuerwehrmann“ zu verpflichten. Gegenüber Sky sagte der ehemalige HSV-Trainer nun: „Nein, ich werde nicht Trainer in Köln. Schwer zu sagen, wann sie mich wieder in der Bundesliga sehen.“ Momentan wird der FC von U19-Coach Stefan Ruthenbeck trainiert.

Das kommt dann doch überraschend. Nachdem Ex-HSV-Boss Dietmar Beiersdorfer lange als Topfavorit auf den Geschäftsführer-Posten beim 1. FC Köln galt, hat sich das Liga-Schlusslicht nun für Armin Veh entschieden. Der ehemalige HSV-Trainer hat in Köln einen Vertrag bis 2020 unterschrieben. Er tritt seinen Dienst am 11. Dezember an. Armin Veh sagt: „Auf die Möglichkeit, beim 1. FC Köln ein nachhaltiges Projekt anzugehen, freue ich mich sehr. Die Verantwortlichen des FC haben mich davon sofort begeistert und ich sehe es als riesige Herausforderung und zugleich eine tolle Möglichkeiten, in diesem faszinierenden Traditionsclub etwas zu bewegen. Ich drücke der Mannschaft und dem Trainerteam die Daumen, dass sie schon am Donnerstag in Belgrad und dann im Spiel gegen den SC Freiburg mit Siegen ein echtes Zeichen setzen können.“

Trotz der Derby-Schmach gegen Schalke (4:4 nach 4:0) und einem monatelangen Abwärtstrend hält Borussia Dortmund vorerst an Trainer Peter Bosz fest. Laut „Bild“ allerdings in erster Linie, um Zeit zu gewinnen. Wunschkandidat zu Beginn der kommenden Saison sei Hoffenheims Julian Nagelsmann, für den Rest der laufenden Saison solle ein Übergangscoach her. Auf der Kandidatenliste: HSV-Legende Horst Hrubesch, aktuell DFB-Sportdirektor, und Ex-HSV-Trainer Armin Veh.

Er war Trainer in Hamburg und in Stuttgart, wurde mit dem VfB sogar Deutscher Meister. Kein Wunder, dass Armin Veh heute gespannt auf das Duell der Ex-Klubs schaut. „Klar ist, dass ein Sieg für den HSV wich­ti­ger ist. Nach acht Spie­len ohne Sieg müs­sen die Ham­bur­ger was holen, haben Druck. Bei einer Nie­der­la­ge wäre Stutt­gart schon neun Zäh­ler weg“, sagte Veh der „Bild“. Dem Liga-Dino traut er zu, aus dem Keller zu kommen: „Die Un­ter­schie­de in der Liga sind nicht be­son­ders groß. Der HSV könn­te schon bes­ser ste­hen mit dem Per­so­nal. Die Teams auf Platz acht oder neun sind auch nicht bes­ser be­setzt.“

Am Morgen nach dem Liga-Start gegen den FC Augsburg ist Heribert Bruchhagen zu Gast in der Sport1-Sendung „Doppelpass“. Am Sonntag ab 11 Uhr stellt er sich den Fragen von Moderator Thomas Helmer sowie der Experten Armin Veh und Thomas Strunz. Ebenfalls dabei: Sportdirektor Ralf Rangnick von RB Leipzig sowie Ex-FIFA-Schiedsrichter Berne Heynemann.

Schon vor laufender Kamera im „Doppelpass“ kritisierte Ex-Coach Armin Veh die HSV-Führung um Vorstand Dietmar Beiersdorfer scharf. In seiner Sport1-Kolumne legte Veh nun nach. Er plädierte zwar generell für das Engagement von Investoren bei Bundesliga-Klubs, findet es aber bedenklich, wie sich Klaus-Michael Kühne beim HSV einbringt: „Ein Verein darf nicht zu einem Spielzeug verkommen. Dieses Gefühl habe ich ab und an beim Hamburger SV. Es sieht so aus, als hätte Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer keinen Plan. Ich muss doch einen starken Vorstand haben, der bestimmt, wie das Geld eingesetzt wird. Ich kann nicht sagen: Ich mache jetzt den Sportchef und sechs Monate später sage ich, es ist mir doch zu viel – so kann ich keinen Verein führen.“ Veh nahm damit Bezug darauf, dass Beiersdorfer beim HSV nun doch einen Sportchef oder Kaderplaner einsetzen will.

Von Juli 2010 bis März 2011 war Armin Veh beim HSV als Trainer angestellt. Klar, dass er das Geschehen in Hamburg weiter intensiv verfolgt. In seiner Funktion als Experte im „Doppelpass“ bei Sport1 lederte er nun gegen HSV-Boss Dietmar Beiersdorfer: „Es sieht nicht danach aus, als dass er einen Plan hätte. So kann man einen Verein nicht führen“, kritisierte Veh.

Der frühere Hamburger Niko Kovac (von 1999 bis 2001 Profi und Champions-League-Held beim HSV) ist neuer Trainer von Eintracht Frankfurt. Der 44-Jährige, der zuletzt Nationaltrainer Kroatiens gewesen ist, tritt die Nachfolge von Armin Veh an, von dem sich der Tabellen-16. am Sonntag nach zuvor sieben Spielen ohne Sieg getrennt hatte. Kovac erhält bei den Hessen einen Vertrag bis 2017, der nur für die erste Liga gültig ist. Als Co-Trainer bringt Kovac seinen Bruder Robert mit.