Wie die MOPO berichtet hat, sieht Lewis Holtby (Vertrag läuft aus) seine Zukunft beim HSV – auch in der 2. Liga. Das hat der Gewinner der Titz-Ära nun auch in der „Sport Bild“ betätigt: „Jeder weiß, wie ich zum Verein stehe. Diese Emotionen, das ist alles authentisch. Ich habe den Verein lieb gewonnen. Auch wenn eine Entscheidung noch nicht gefallen ist, kann ich mir deshalb gut vorstellen, über die Saison hinaus zu bleiben und dabei zu helfen, hier etwas aufzubauen.“ Das Finanzielle sei dabei nicht entscheidend. Holtby: „Materielle Dinge haben in meinem Leben keine Priorität. Ich bin kein Geld-Geier. Sonst hätte ich auch jetzt schon woanders unterschrieben. Aber dafür liebe ich den Fußball mit all seinen Emotionen einfach zu sehr.“

Zu seiner Leistungsexplosion unter Titz sagte der 27-Jährige: „Am Ende des Tages habe ich als Spielertyp nicht in die Philosophie gepasst, die Christians Vorgänger hatten. Ich hatte auf meiner Position vor allem Aufgaben gegen den Ball, wurde zum Rennpferd umfunktioniert und dann wurde mir vorgehalten, dass ich für einen offensiven Mittelfeldspieler zu torungefährlich sei. Ich denke, das konnte ich zuletzt aber widerlegen.“ In acht Spielen unter dem neuen Trainer erzielte Holtby fünf Tore.

Der Nächste, bitte! Der HSV bastelt weiter am Kader für die kommende Zweitliga-Saison und setzt verstärkt auf den Nachwuchs. Heute unterschrieb Moritz-Broni Kwarteng einen Profivertrag bis zum 30. Juni 2021. Im vergangenen Sommer kam der 20-Jährige von 1899 Hoffenheim nach Hamburg, zuvor wurde der Offensiv-Allrounder beim VfB Stuttgart und RB Leipzig ausgebildet. Für die U21 des HSV absolvierte Kwarteng in der vergangenen Saison 23 Spiele (drei Treffer, drei Torvorlagen).

Nach der Beförderung von Christian Titz von der U21 zu den Profis startete auch Matti Steinmann beim HSV durch. In allen acht Spielen unter der Regie des Trainers stand der 23-Jährige in der Startformation. Der bis 2020 laufende Vertrag des Mittelfeld-Strategen soll demnächst von Regionalliga- und Bundesliga-Niveau angepasst werden. Doch: Achtung, HSV! Auch die Konkurrenz hat Steinmann auf sich aufmerksam gemacht. Laut „Abendblatt“ liegt ihm nun auch eine Anfrage des SC Freiburg vor.

Nun ist es auch offiziell: Christian Titz bleibt auch in der kommenden Saison Cheftrainer des HSV. Er hat heute einen Zweijahresvertrag bis 2020 unterzeichnet. „Christian Titz hat in den vergangenen Wochen und Monaten mit seiner inhaltlich geprägten Arbeit bewiesen, dass er der richtige Mann für unsere sportliche Neuausrichtung ist“, sagte Vorstand Frank Wettstein: „Wir haben uns sehr eng ausgetauscht, was die Trainerfrage betrifft. Wir alle, das heißt Direktor Sport, Aufsichtsrat und ich als Vorstand, sind überzeugt, dass Christian Titz mit seinem Team weiterhin die richtigen Impulse für den HSV setzen wird.“ Titz sagte: „Ich fühle mich wohl in Hamburg und beim HSV und habe immer gesagt, dass ich mir auch ein Engagement über diese Saison hinaus sehr gut vorstellen könnte. Wir alle wissen, dass uns jetzt nach dem Bundesligaabstieg große Herausforderungen in der 2. Bundesliga erwarten. Diesen Aufgaben gilt ab sofort unser ganzer Fokus.“

Die Unterschrift von Christian Titz unter seinen neuen Vertrag beim HSV verzögert sich. „Wir sind uns handelseinig“, versicherte der 47-Jährige, er habe jedoch noch keine Zeit gehabt, da er derzeit Gespräche mit vielen Spielern führe. Die Verlängerung gilt als formeller Akt, nachdem der Verein bereits am Donnerstag bekanntgab, mit Titz auch in die Zweite Liga zu gehen. Am Montag waren letzte Details geklärt worden, der Trainer soll bis 2020 gebunden werden.