Noch im August sorgte der VfL Osnabrück für Furore: Beim 3:1-Sieg in der ersten Runde des DFB-Pokals über den HSV wuchs der Drittligaklub über sich hinaus. Jetzt musste  Cheftrainer Joe Enoch seinen Hut nehmen. Der frühere US-Nationalspieler ist mit seinem Team nach elf Spieltagen Tabellenvorletzter der 3. Liga – zu wenig für die Verantwortlichen. . Erst Ende der vergangenen Saison hatte man den Vertrag von Enochs bis 2020 verlängert. Interimstrainer wird Nachwuchschef  Daniel Thioune.

Nach der U21 grüßt nun auch die U19 des HSV von der Tabellenspitze. In der Bundesliga Nord der A-Junioren gewannen die Hamburger ihr Heimspiel gegen den VfL Osnabrück mit 6:3 (2:2). Aus sechs Spielen holte der HSV 15 Punkte. Dank des besseren Torverhältnisses zogen die Rothosen an Werder Bremen (1:0 gegen RB Leipzig) vorbei.

Er machte mit seinem Teffer zum zwischenzeitlichen 3:0 den Deckel drauf: Ausgerechnet Ex-HSV-Spieler Ahmet Arslan traf im Pokal gegen „seine” Rothosen. Wie er sich während des Jubels fühlte, verriet der Kicker vom VfL Osnabrück nun transfermarkt.tv. „Nach außen bin ich ruhig geblieben, aber nach innen habe ich mich so gefreut wie ein kleines Tier, das ein Leckerli bekommt“, sagte Arslan und fügte an: „Ich habe extra nicht gejubelt, weil ich ein Hamburger Jung‘ bin. Ich habe dem HSV sehr viel zu verdanken.”

Am 13. August (15.30 Uhr) startet der HSV beim VfL Osnabrück in die Saison. Der Drittligist präsentiert sich derzeit völlig außer Form und fiel am Abend nach Abschluss des dritten Spieltags auf den letzten Tabellenplatz zurück. Mit 0:3 verloren die Niedersachsen bei Fortuna Köln, am vergangenen Freitag war der VfL schon gegen Wehen Wiesbaden mit 0:4 unter die Räder geraten.

In der dritten Liga müssten sie unter den ersten Vieren landen, um sich für den DFB-Pokal zu qualifizieren – nun hat der VfL Osnabrück es schon vorzeitig geschafft, mit kräftiger Mithilfe eines Ex-Hamburgers. Ahmet Arslan schoss den VfL gestern mit seinem Treffer zum 2:0-Endstand gegen Arminia Hannover ins niedersächsische Pokalfinale. Gegner dort ist der Lüneburger SK Hansa. Da sich aus Niedersachsen beide Finalisten automatisch für den DFB-Pokal qualifizieren, kann Osnabrück bereits mit einer schönen Zusatzeinnahme rechnen.