Auf dem Transfermarkt ist beim HSV derzeit wenig Bewegung. Mit den 16 Millionen Euro, die die Hamburger bisher aber ausgegeben haben, sind sie dennoch schon in der ersten Tabellenhälfte angesiedelt. Auf Platz neun rangiert der HSV mit dieser Summe. Ganz oben stehen natürlich die Bayern, die mehr als 100 Millionen Euro investierten. Dahinter folgen Schalke (47,5 Millionen), Wolfsburg (45) und Dortmund (44). Am wenigsten gab bisher Aufsteiger Hannover 96 aus. Die Niedersachsen investierten bisher fünf Millionen Euro. Der HSV hatte für Kyriakos Papadopoulos 6,5 Millionen Euro, für André Hahn sechs Millionen Euro und für Julian Pollersbeck 3,5 Millionen Euro ausgegeben. Der einzige Spieler, für den der HSV eine Ablöse erzielen konnte, war bisher Michael Gregoritsch. Der Österreicher wechselte für 5,5 Millionen Euro nach Augsburg. Das Transfer-Minus des HSV liegt in dieser Periode, die noch bis zum 31. August andauert, bei 10,5 Millionen Euro. Nur fünf Vereine weisen derzeit ein größeres Transfer-Minus auf – neben den Bayern (75,45) sind dies laut transfermarkt.de Schalke (46,75), Leipzig (29,3), Köln (18,05) und Stuttgart (11,1).

Nach dem geglückten Klassenerhalt schaut Daniel Didavi in die Zukunft. Zuletzt wurde Wolfsburgs Mittelfeldmann mit dem HSV in Verbindung gebracht  dem aber widerspricht er energisch. Die Gerüchte bezeichnet Didavi als „völligen Schwachsinn“. Er sei „jetzt ein Jahr hier, ich habe für fünf Jahre unterschrieben. Ich verstehe nicht, warum so geredet wird, als wäre es wahrscheinlich, dass ich wechseln würde“, sagte er: „Ich denke, dass mit jedem Gespräche geführt werden, es wird jedem gesagt, wie es weitergehen soll. Ich habe hier einen langfristigen Vertrag. Ich will oben spielen, ich will nicht wieder um den Abstieg spielen“, sagte er: „Ich denke der Verein will das auch. Und wenn das so ist, sehe ich keinen Grund, den Verein zu wechseln.“

Der HSV beobachtet nach Informationen des „Kicker“ Innenverteidiger Toni Leistner von Union Berlin. Der Abwehrchef der Köpenicker hat einen großen Anteil daran, dass Union als aktuell Tabellendritter die zweitbeste Defensive der 2. Liga zu bieten hat (30 Gegentore) und sich berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg ausrechnen darf. Leistner ist 26 Jahre alt und spielt derzeit die stärkste Saison seiner Karriere. Im Fachmagazin „Kicker“ ist er der notenbeste Verteidiger der 2. Liga (Durschnittsnote 2,78). Neben dem HSV sollen auch der VfL Wolfsburg und der englische Zweitligist Wolverhampton Wanderers an Leistner interessiert sein. Sein Vertrag läuft bis 2018, eine Ablöse wäre daher fällig.

Heute und morgen dürfen die HSV-Profis nach ihrer Rückkehr aus Dubai entspannen, danach beginnt die direkte Vorbereitung auf die Partie am Sonnabend in Wolfsburg. Los geht’s am Dienstag mit einer Doppelschicht: Um 10 und 15 Uhr bittet Markus Gisdol zu zwei für Fans öffentliche Trainingseinheiten in den Volkspark.

Immer stärker kristallisiert sich heraus, dass Bruno Labbadia Favorit auf den Trainerposten beim VfL Wolfsburg ist. Sollte es zu einer Einigung kommen, dürfte Labbadia mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder seinen Assistenten Eddy Sözer mitnehmen. Übrigens: Wenngleich der HSV in dieser Saison bislang noch nicht gegen die „Wölfe“ gespielt hat, würde es ein Wiedersehen mit Labbadia erst im kommenden Jahr geben. Weil die Bundesliga so spät in die Saison startete, werden bis zur Winterpause nur 16 Spieltage absolviert. Der letzte Spieltag der Rückrunde wird dann zum Liga-Neustart am 20.-22. Januar ausgetragen.

Als Alexander Brunst noch beim HSV kickte, sahen sowohl der Verein als auch der Keeper keine wirkliche Perspektive miteinander. Seit vergangenen Sommer hält der 20-Jährige nun die Bälle im Kasten der U23 des VfL Wolfsburg – und hat beste Karten, sich in Kürze den Traum vom Profifußball zu erfüllen. Nach dem 1:0 im Relegationshinspiel gegen Jahn Regensburg steht der VfL dicht vor dem Aufstieg in die Dritte Liga. Für Brunst eine süße Genugtuung.

Gojko Kacar zeigte sich nach dem 0:1 gegen Wolfsburg enttäuscht: „Wenn man verliert, hat man keine Freude. Aber es ist schön, dass wir unser Ziel, den Klassenerhalt, erreicht haben.“ Seine persönliche Situation möchte er in den kommenden Tagen klären: „Wir werden uns sicher nochmal unterhalten und sehen, ob der HSV und ich die gleichen Pläne haben.“ Kacars Vertrag läuft aus, ein Abschied ist wahrscheinlich.