Lotto King Karl: So geht‘s weiter mit „Hamburg, meine Perle“

Seit 18 Jahren singt Stadionsprecher Lotto King Karl vor dem Anpfiff seine Hymne „Hamburg, meine Perle“, stimmt damit die Fans im Volkspark auf das bevorstehende Spiel ein. Doch wie geht es nach dem Abstieg in die Zweite Liga weiter? „Ich hatte mir tatsächlich mal eine Pro- und Contra-Liste aufgeschrieben, kam dann aber recht schnell zu der Überzeugung, dass der Song so bleiben muss wie er ist. Es sind insgesamt 15 Vereins- und Ländermannschaften, die in dem Lied erwähnt werden und Eckpunkte des Hamburger Fußballs bilden – unter anderem Spiele gegen Juventus Turin und ein Endspiel in Athen. Das hat ja mit Bundesliga nichts zu tun. Das wurde damals dann aufgefüllt mit einigen der Mannschaften, die zu der Zeit in der 1. Liga spielten. Da hätte man dann ja theoretisch auch jedes Jahr eine neue Version aufnehmen müssen. Deshalb war ich froh, als auch der HSV darum bat, „Hamburg, meine Perle“ so zu lassen wie es ist. Mit der Begründung, das Lied stehe schließlich für sich. Ich finde auch, dass das nach nunmehr 18 Jahren so ist. Und so lange der Song dazu beiträgt, dass die Leute im Stadion Spaß haben, singe ich ihn gern weiter. Auch in der 2. Liga“, stellte Lotto King Karl auf der Internetseite des Klubs klar.

Arbeit statt Urlaub: Müller setzt Training beim HSV fort

Im August vergangenen Jahres zog sich Nicolai Müller im ersten Saisonspiel gegen Augsburg (1:0) beim Torjubel einen Kreuzbandriss zu, kehrte erst für die vorletzte Partie in Frankfurt (0:3) in den Kader zurück. Offen ist, ob der 30-Jährige beim HSV bleibt, sein Vertrag läuft aus. Statt wie seine Kollegen in den Urlaub abzudüsen, hängt Müller noch zwei Wochen Training im Volkspark dran, er wird auf eigenen Wunsch mit Reha-Coach Sebastian Capel an seiner Fitness arbeiten, um gestärkt im die Vorbereitung auf die kommende Saison gehen zu können.

Stevens über die HSV-Uhr: „Das ist doch eine Scheiße!“

Er ist ein Teil der großen Bundesliga-Geschichte des HSV, von Februar 2007 bis Juni 2008 stand Huub Stevens beim HSV als Trainer unter Vertrag, bewahrte den Klub damals zunächst vor dem Abstieg und führte ihn sogar in den Europapokal. Doch die Uhr im Volkspark und die damit verbundene Bürde für alle Beteiligten ging ihm gehörig auf die Nerven, wie der Niederländer bei Sport1 andeudete: „Die Uhr bleibt nicht immer am Ticken. Und endlich ist dieses Thema jetzt auch mal weg. Das ist doch eine Scheiße, die Uhr.“

Trotz Pyro-Schande: Warum dem HSV kein Geisterspiel droht

Der HSV hatte auf ein Wunder gehofft, wollte sich aber zumindest erhobenen Hauptes aus der Bundesliga verabschieden. Die Rettung blieb aus, und leider verhielten sich auch einige Ultras unwürdig, sorgten mit einer Pyro-Aktion für eine 15-minütige Spielunterbrechung gegen Gladbach (2:1). Trotz der gefährlichen Aktion wird es vom DFB-Sportgericht für den HSV „nur“ eine Geldstrafe geben, weder ein Geisterspiel noch eine Blocksperre muss der künftige Zweitligist befürchten. Warum? Im vergangenen Sommer hatte DFB-Präsident Reinhard Grindel im Zuge des Dialogs mit Ultra-Gruppierungen dem Kontrollausschuss empfohlen, auf derartige Kollektivstrafen zu verzichten, da davon auch unschuldige Fans betroffen sind.

Völlig verrückt: Trauerkranz-Flitzer war ein HSV-Sponsor

Als es kurz vor Ende der Partie gegen Gladbach (2:1) auf der Nordtribüne brannte und mehrere Rauchbomben auf den Platz geworfen wurden, sorgte ein Mann mit einem Bollerwagen samt gewaltigem Trauerkranz für Aufregung. Die Zuschauer fragten sich, wie er damit in den Innenraum gelangen konnte, ehe ihn Ordner abführten. Nun stellte sich heraus, dass es sich bei dem „Täter“ um einen HSV-Sponsor handelte: Florian Schröder, Inhaber von pflanzmich.de, dem offiziellen Pflanzenpartner des Vereins. „Mit der Einsatzleitung war abgesprochen, dass nach Abpfiff ein Teil vom Feld für Fans freigegeben wird. Wir wollten dort ein Gesteck mit 20 Schleifen ablegen, auf denen Fans unterschreiben können“, erklärte Schröder seinen kuriosen Auftritt in der „Bild“. Und wunderte sich über das rigorose Eingreifen der Sicherheitskräfte: „Ich wurde behandelt wie ein ausgeflippter Fan oder Flitzer.“ Nun ja…

TV-Mann Reif bezeichnet HSV-Brandstifter als „Pack“

Marcel Reif hat klare Worte für die Feuer-Schande am Sonnabend im Rahmen des HSV-Spiels gegen Gladbach (2:1) im Volkspark gefunden. „Es waren schlimme Bilder, die wir da in Hamburg gesehen haben. Was du im Stadion inzwischen alles veranstalten kannst, das ist ja Wahnsinn“, stellte der TV-Experte in seiner Sport1-Kolumne fest. „Es kann nicht sein, dass ein Stadion zu einem rechtsfreien Raum wird. Die Fanblöcke werden inzwischen infiltriert von Leuten, denen der Fußball vollkommen egal ist. Die stehen da nur, um sich selbst zu projizieren und politische Süppchen zu kochen“, so Reif, der in diesem Fall die Brandstifter unter den Hamburger Ultras attackierte: „Der HSV muss jetzt deutlich machen, was die unendliche Mehrheit in diesem Stadion von ein paar Chaoten hält. Der Verein muss seine echten, wahren Fans so stärken, dass sie sich von dem Pack befreien. Es geht um innere Hygiene.“