Am Sonntag will das aktuelle Präsidium des HSV von den Mitgliedern bestätigt werden. Auf der Vereins-Homepage ziehen Jens Meier, sein Stellvertreter Ralph Hartmann und Schatzmeister Henning Kinkhorst eine Bilanz ihres bisherigen Schaffens. Vor der Wahl gegen das Team um Ex-Vorstandsboss Bernd Hoffmann stellt Meier klar: „Natürlich ist es absolut positiv, wenn die Mitglieder eine tatsächliche Wahl mit mehreren Kandidaten haben. So haben sie die Möglichkeit, wirklich zwischen Inhalten und Konzepten zu entscheiden.“ Wichtig sei, „sich kritisch zu hinterfragen, was das Beste für den Verein“ sei.

Führt Jens Meier wieder zusammen, was zusammen gehört? Klub-Idol Horst Hrubesch hatte bereits Anfang des Jahres betont, dass er nach Ablauf seines Vertrags als DFB-Sportdirektor im Dezember für eine Berater-Funktion beim HSV offen sei und der Verein auch schon mehrmals Kontakt zu ihm aufgenommen habe. Vor der Präsidenten-Wahl am Sonntag hat Amtsinhaber Meier nun eine personelle Überraschung angekündigt: „Ich habe Gespräche geführt, wie man sich außerhalb des Aufsichtsrats mit kompetenten Leuten verstärkt, die beratend zur Verfügung stehen. Das werde ich auf der Mitgliederversammlung vorstellen“, sagte er der „Bild“ und stellte klar: „Da wird es keine Zweifel geben, dass das Menschen sind, die den nötigen Sachverstand mitbringen.“ Die MOPO meint: Klingt nach Hrubesch!

Jens Meier und Bernd Hoffmann bewerben sich Sonntag um das Präsidentenamt beim HSV. Im Vorfeld schießt der Amtsinhaber gegen seinen Herausforderer, der vor allem die Macht im Aufsichtsrat der Fußball AG anstrebt und dort den Profibereich neu aufstellen will. „Ich glau­be nicht, dass es gut ist, dass der Prä­si­dent des e.V. der bes­se­re Vor­stand ist. Dann soll­te man sich als Vor­standsvorsitzender be­wer­ben“, so Meier in der „Bild“. Hoffmann betonte zuletzt immer wieder, dass er den Verein auf den entscheidenden Positionen zu schwach aufgestellt sehe, dazu Meier: „Das ist der Un­ter­schied zwi­schen ihm und mir. Ich führe sol­che Dis­kus­sio­nen nicht öf­fent­lich. Ich kann doch nicht meine ge­sam­te Füh­rungs-Crew in Schutt und Asche legen. Ich finde es ziem­lich ver­mes­sen, dass je­mand kommt, der sie­ben Jahre raus war, nun sagt, das kann ich alles bes­ser. Das finde ich be­mer­kens­wert.“ Für Sonntag kündigte der HSV-Präsident personelle Überraschungen an, um die Sportkompetenz auch außerhalb der Führungsgremien zu stärken: „Ich habe Ge­sprä­che ge­führt, wie man sich au­ßer­halb des Auf­sichts­rats mit kom­pe­ten­ten Leu­ten ver­stärkt, die be­ra­tend zur Ver­fü­gung ste­hen. Das werde ich auf der Mit­glie­derversammlung vor­stel­len. Da wird es keine Zwei­fel geben, dass das Men­schen sind, die den nö­ti­gen Sach­ver­stand mit­brin­gen.“

Bernd Hoffmann (54) möchte bei der Wahl am 18. Februar Präsident des HSV e.V. werden. Der ehemalige Vorstands-Boss posiert mit seinem Schatzmeister-Kandidaten Moritz Schaefer (l./Vorstand Finanzloge AG) und seinem Vize-Kandidaten Thomas Schulz (r.), der in der Geschäftsleitung der „Endlich zu Hause“ Immobilienfinanzierung tätig ist, in luftiger Höhe mit Blick auf die Elbphilharmonie.

Foto: Witters

Nachdem Ex-Vorstands-Boss Bernd Hoffmann seine Kandidatur als Präsident des HSV e.V. offiziell eingereicht hat, steht nun auch sein Team fest: Thomas Schulz (Vize-Präsident) und Moritz Schaefer (Schatzmeister) stehen bereit. Schaefer arbeitete früher wie Hoffmann bei Sportfive, unter anderem im Vertrieb als Director Sales Team HSV. Das Trio tritt am 18. Februar gegen Jens Meier, Henning Kinkhorst und Dr. Ralph Hartmann an. Die Mitglieder werden sich für ein Team entscheiden. Der Präsident des e.V. hat automatisch einen Sitz in der HSV Fußball AG.