Kommt Walace rechtzeitig für das Nordderby von seinem Vaterschaftsurlaub aus Brasilien zurück? Für HSV-Coach Bernd Hollerbach stellte sich die Frage nie wirklich, weil er dem Brasilianer total vertraut. Dieses Vertrauen bekommt er nun auch zurück. Walace ist bereits in Lissabon gelandet und nun auf dem Weg nach Bremen.

Auf diesen Moment hat Walace lange gewartet. Am Wochenende war der Brasilianer zum zweiten Mal Vater geworden. Seine Freundin Kamila hatte ihm mit dem kleinen Conrado einen zweiten Sohn geschenkt. Am Montag flog der Verteidiger in die Heimat, um seinen Schatz zu sehen. Sein Glück teilte Walace via Instagram mit der ganzen Welt. Beim HSV hofft man übrigens, dass ihm die Glücksgefühle nun auch auf dem Platz beflügeln werden. Am Freitag wird Walace direkt nach Bremen fliegen, beim Nordderby soll er am Sonnabend spielen.

Die Vorbereitung auf das Nordderby am Sonnabend in Bremen hat begonnen, die Profis des HSV stehen bei der ersten von zwei Einheiten heute auf dem Platz. Nicht dabei ist weiterhin Mittelfeld-Mann Albin Ekdal (Sprunggelenksprobleme) sowie Walace (bei Freundin und Baby in Brasilien) sowie Nicolai Müller (Aufbautraining nach Kreuzbandriss).

Walace ist heute in seine Heimat gereist. Der Brasilianer befindet sich bis Donnerstag im Vaterschaftsurlaub, hat erstmals sein zweites Söhnchen Conrado in die Arme geschlossen. Am Freitag soll Walace, der bis dahin mit einem Privattrainer arbeiten wird, direkt nach Bremen fliegen und den Kader des HSV für das Nordderby bei Werder komplettieren.

So bitter der sportliche Absturz des HSV auch ist, zumindest die beiden Brasilianer kommen in Schwung. Im bisherigen Verlauf der Saison hat Walace die beste Passquote aller Hamburger Profis, 79,4 Prozent seiner Zuspiele landen beim Mitspieler. Landsmann Douglas Santos hat im Schnitt die meisten Ballkontakte pro Spiel, nämlich 74. Schade, dass er gegen Leverkusen mit einer krassen Unachtsamtkeit das 0:1 verschuldete. Übrigens: Im Abstiegskampf verzichtet Bernd Hollerbach auf den besten Zweikämpfer. Dennis Diekmeier entschied 62,8 Prozent seiner Duelle Mann gegen Mann für sich, hat unter dem neuen Trainer aber nur einen Bankplatz. Übrigens: Gotoku Sakai, der den Vorzug vor Diekmeier als Rechtsverteidiger erhielt, gewann gegen Bayer nur 24 Prozent seiner Zweikämpf und war damit der schwächste Hamburger in dieser Kategorie.

Gestern kickte Walace mit dem HSV gegen Leverkusen, dadurch verpasste er die Geburt seines zweiten Sohnes. Morgen fliegt der 22-Jährige mit Erlaubnis der Hamburger Verantwortlichen zu Freundin Kamila nach Brasilien, am Freitag soll er laut Trainer Bernd Hollerbach wieder zum Team stoßen und auch im Nordderby am Sonnabend bei Werder Bremen auflaufen.