Im Abstiegskampf geht es auch heute munter zur Sache. Nachdem der HSV (0:2 in Dortmund), Köln (2:4 in Frankfurt) und Mainz (2:4 bei 1899 Hoffenheim) ihre Spiele gestern verloren haben, könnten Stuttgart und Bremen heute wichtige Schritte in Richtung Klassenerhalt machen. Der VfB, derzeit vier Punkte vor dem HSV auf Platz 14, empfängt um 15.30 Uhr Gladbach. Um 18 Uhr trifft dann Werder (15. Platz, 20 Punkte) im Weserstadion auf Wolfsburg.

Das Bundesland Bremen will der DFL bis zu 450.000 Euro für den Polizeieinsatz bei der Partie Werder gegen den HSV am 24. Februar in Rechnung stellen. Das Nordderby wird als Hochrisikospiel mit viel Konfliktpotenzial zwischen den Fans eingestuft. In einem entsprechenden Schreiben sei die DFL über die voraussichtliche Gebührenpflicht unterrichtet worden, hieß es vom zuständigen Innenressort. Das Land Bremen und die DFL befinden sich seit Jahren im Rechtsstreit um die Kosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen. Erstmals stellte das Land der DFL mit Gebührenbescheid vom 19. April 2015 die Kosten für einen Polizeieinsatz in Rechnung, auch damals war ein Nordderby der Anlass. Seitdem haben sich die Forderungen Bremens nach mehreren Hochrisikospielen inzwischen auf rund 1,9 Millionen Euro summiert.

Nach dem 21. Spieltag ist der HSV weiter Vorletzter, die Situation im Abstiegskampf hat sich durch das 1:1 zu Hause gegen Hannover aber verschlechtert. Weil Werder Bremen bei Schalke 04 (2:1) gewann, ist der Rückstand des Liga-Dinos auf drei Punkte angewachsen. Diesen belegt nun Mainz 05.

Obwohl der HSV (17. Platz, 16 Punkte) erst morgen gegen Hannover gefordert ist, wird schon heute kräftig gezittert. Denn gleich vier Konkurrenten im Abstiegskampf sind ab 15.30 Uhr im Einsatz und stehen vor schweren Aufgaben. Werder Bremen (16. Platz, 17 Punkte) tritt bei Schalke 04 an, Mainz (15. Platz, 20 Punkte) empfängt den FC Bayern. Zudem treffen Wolfsburg (13. Platz, 23 Punkte) und Stuttgart (14. Platz, 20 Punkte) aufeinander.