Die Tinte ist trocken! Abwehr-Talent Stephan Ambrosius hat beim HSV wie erwartet einen Profi-Vertrag bis 2021 unterschrieben. Der 19-jährige ist seit 2012 im Verein und gab in dieser Saison sein Bundesliga-Debüt. „Stephan hat sich absolut positiv entwickelt und ist ein Paradebeispiel dafür, welchen Weg man über unsere Akademie gehen kann. Mit seiner Aggressivität und seiner Schnelligkeit verfügt er über zwei wichtige Stärken auf seiner Position. Wir trauen ihm zu, den nächsten Schritt zu gehen“, sagte Kaderplaner Johannes Spors. . „Gerade als Hamburger ist es für mich und auch für meine Familie ein sehr schönes Gefühl, beim HSV zu bleiben und hier meinen ersten Profivertrag zu unterschreiben. Mit Christian Titz gibt es zudem einen Trainer, der mich in meiner Entwicklung sehr unterstützt und in dieser Saison viele junge Spieler in die Bundesliga-Mannschaft eingebaut hat. Nun möchte ich die Chance und das Vertrauen nutzen, um mich hier weiterzuentwickeln. Dazu werde ich weiter hart arbeiten“, sagte Ambrosius.

Stephan Ambrosius zwischen Kaderplaner Johannes Spors (l.) und Vorstand Frank Wettstein. (Foto: HSV)

Zwei Tage vor dem Abstiegs-Endspiel gegen Gladbach hat der HSV bekanntgegeben, mit Christian Titz über die Saison hinaus weitermachen zu wollen. Wie reagiert der Trainer auf den Treue-Schwur von Vorstands-Boss Frank Wettstein und Aufsichtsrats-Chef Bernd Hoffmann? Titz: „Ich hatte mit dem Vorstand sehr gute Gespräche. Wir haben uns darauf verständigt, dass die letzten Details nach Saisonende geklärt werden.“ Entweder am Sonntag oder nach der Relegation.

Der HSV plant unabhängig vom Ausgang der Saison über den Sommer hinaus mit Trainer Christian Titz, wie die Verantwortlichen bestätigten. „Vorstand und Aufsichtsrat wollen ligaunabhängig mit Christian Titz weiterarbeiten. Wir haben sehr gute Gespräche mit dem Trainer geführt, es geht nur noch um abschließende Detailfragen, die nach der Saison geklärt werden, um den aktuellen sportlichen Fokus nicht zu stören“, sagte Vereins-Boss Frank Wettstein. Der Aufsichtsrats-Chef Bernd Hoffmann bestätigte diese Einschätzung: „Aufsichtsrat und Vorstand sind sich einig, dass die Zusammenarbeit mit Trainer Christian Titz ligaunabhängig fortgesetzt werden soll. Wir werden uns unmittelbar nach der Saison zur Finalisierung der letzten Detailfragen zusammensetzen.“

Absage! Holstein Kiel darf seine Heimspiele bei einem möglichen Erstliga-Aufstieg nicht im Volksparkstadion austragen. „Aufgrund der Besonderheit, dass wir den identischen Trakt für Training und Spielbetrieb nutzen, wäre kein adäquater Trainingsbetrieb bei Kieler Heimspielen für unsere Profis sichergestellt“, erklärte HSV-Vorstand Frank Wettstein die Entscheidung.

Zwei Themen werden unter HSV-Fans derzeit heiß diskutiert: Schafft das Team noch das Wunder Klassenerhalt? Und: Sollte Christian Titz auch bei einem Abstieg in die Zweite Liga Trainer bleiben? Bernhard Peters, als Direktor Sport für den Nachwuchs verantwortlich: „Herr Wettstein hat sich klar zum Trainer positioniert. Da sind wir natürlich auf einer Linie, er ist ja mein Boss“, sagte er lächelnd und lobte: „Ich kannte ja den Spielstil, den Christian Titz bevorzugt, deswegen hat mich das nicht überrascht, dass er es auch bei den Profis so durchzieht. Dass die Jungs aber in der Kürze der Zeit so eine Ruhe am Ball ausstrahlen, ist schon etwas überraschend. Mitten in der Saison, unter diesem Stress, im spielerischen Bereich besser zu werden, ist eine außergewöhnliche Trainerleistung.“

Frank Wettstein lässt wirklich keine Gelegenheit aus, um Christian Titz über alle Maßen zu loben. Der Vorstandsvorsitzende will unbedingt mit dem Trainer weiterarbeiten. Ganz egal, ob am Ende der Saison der Abstieg oder die Rettung steht. „Christian Titz ist zunächst einmal inhaltlich ein absoluter Experte, dazu ist er unwahrscheinlich fleißig und spricht auch den neuen Hamburger Weg an. Wir wollen die Verbindung zwischen Lizenzmannschaft und Nachwuchsbereich schaffen, was in der Vergangenheit nicht so gelungen ist. Wir sind jetzt in der Situation, dass der Nachwuchsbereich entsprechend aufgestellt ist. Dass er Spieler entwickelt hat, die für die Lizenzmannschaft infrage kommen. Christian Titz hat außerdem eine sehr hohe Identifikation mit diesem Klub, er arbeitet ja seit drei Jahren hier“, sagte Wettstein dem NDR und betonte: „Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir die Anhänger erreichen mit dem Weg, den wir eingeschlagen haben. Nicht nur die Anhänger, auch unsere Partner. Auch sie stehen komplett hinter diesem Weg. Das zeigt, dass er richtig ist.“ Blöd nur, dass Aufsichtsrats-Boss Bernd Hoffmann offenbar andere Pläne verfolgt. Wettstein dazu: „Wir werden uns zu gegebener Zeit – wie wir es die ganze Zeit tun – ein Bild davon machen und dann eine Entscheidung fällen. Die wird wie alle anderen Entscheidungen auch einvernehmlich fallen. Christian Titz macht einen hervorragenden Job, ich denke, das nimmt jeder zur Kenntnis. Ich glaube nicht, dass das zu irgendwelchen Spannungen führen wird.“

Auf der Tribüne fieberte Frank Wettstein mit, der sich am Ende zwar über den Sieg gegen Freiburg (1:0) freute, die Leistung aber kritisch beurteilte. „Wir haben während des Spiels alle natürlich extrem gelitten. Die erste Halbzeit war leider nicht gut, in der zweiten Hälfte waren wir dann besser, aber haben das 2:0 verpasst und damit blieb das Spiel bis zur 94. Minute eng. Wir hatten vor dem Spiel eine kleine Restchance. Diese ist immer noch klein und ist nicht viel größer geworden. Der Abstand ist immer noch da und wir müssen noch immer Rechenspiele betreiben. Wir dürfen die Leistung nicht überbewerten, sondern müssen sie realistisch einschätzen und in Wolfsburg ein besseres Spiel machen“, sagte der Vorstands-Boss des HSV.