Die HSV-Urgesteine Uwe Seeler und Willi Schulz hoffen auf den direkten Wiederaufstieg. „Eine schnelle Rückkehr in die 1. Liga wäre der beste Weg“, sagte Seeler. „Die Verantwortlichen und die Spieler müssen sich aber darauf einstellen, dass es ein schwerer Weg wird“, ergänzte der 81 Jahre alte ehemalige Spieler und Präsident des Vereins. „Worldcup-Willi“ Schulz, einst Mitspieler von „Uns Uwe“ beim HSV und in der deutschen Nationalmannschaft, ist in Sachen Wiederaufstieg optimistischer als der einstige Torjäger. „Ich hoffe und glaube, dass wir wieder nach oben kommen. Wir sind ein großer Klub und unternehmen gerade große Anstrengungen, eine gute Mannschaft zusammenzustellen, so dass der sofortige Wiederaufstieg möglich sein sollte“, sagte der 79 Jahre alte frühere Abwehrspieler und WM-Teilnehmer.

Zum vorerst letzten Mal stellte sich Christian Titz heute den Fragen der Presse. „Wir würden gerne mit Holtby und Hunt verlängern. Spieler mit dieser Qualität muss man erst einmal finden“, sagte der HSV-Trainer. „Wir haben uns mit der Mannschaft ein gutes Fundament erarbeitet. Und wir werden noch einige Verstärkungen dazuholen.“ Zum Ausblick auf die neue Saison in der Zweite Liga sagte Titz: „Seit gestern geht der Blick nach vorne. Wir wollen das Projekt starten, um schnell wieder in die Erste Liga zu kommen. Die volle Konzentration gilt darauf. Die Tage sind jetzt voll ausgefüllt. Klar möchten wir wieder aufsteigen. Das ist unser Ziel. Wir wissen aber auch, dass die Zweite Liga kein Selbstläufer werden wird.“

Vorstand Frank Wettstein strebt nach dem erstmaligen Abstieg des HSV die sofortige Rückkehr an: „Wir sind voll handlungsfähig und arbeiten ab jetzt intensiv an dem klaren Ziel, bestmöglich vorbereitet in die nächste Saison zu gehen und den direkten Wiederaufstieg zu realisieren.“
Klub-Präsident und Aufsichtsratschef Bernd Hoffmann sagte zum Abstieg, es sei ein „enorm schmerzhafter Moment für den gesamten HSV, der damit eine seiner Einzigartigkeiten verloren ha“. Doch auch er strebt den baldigen Aufstieg aus der 2. Bundesliga an. „Die Raute und auch wir als Klub haben trotz dieses bitteren Augenblicks viel Kraft – und werden in Zukunft auch wieder Stärke ausstrahlen.“