Perus wegen Kokainmissbrauchs gesperrter Ex-HSV-Profi Paolo Guerrero (34) hat im Kampf um seine Teilnahme an der bevorstehenden Fußball-WM in Russland auch von den WM-Gegnern der Südamerikaner Unterstützung erhalten. Die Nationalmannschaftskapitäne Hugo Lloris (Frankreich), Mike Jedinak (Australien) und Simon Kjaer (Dänemark) plädierten in einem offenen Brief an den Weltverband FIFA für eine vorübergehende Aussetzung von Guerreros 14-monatiger Sperre während Perus WM-Auftritten in Russland.„Aus unserer Sicht wäre es einfach nur falsch, ihn auf Grundlage von Untersuchungen, die ergeben haben, dass er weder betrügen noch seine Leistung durch verbotene Mittel verbessern wollte, von einem der Höhepunkte seiner Karriere auszuschließen. Deswegen richten wir ein Gnadengesuch an das FIFA-Council und bitten um die Aussetzung der Sperre für den Zeitraum von Perus WM-Teilnahme“, schrieb das Trio. Guerrero ist nach einem positiven Dopingtest auf Kokain in zweiter Instanz durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS zu einer 14-monatigen Sperre verurteilt worden und damit momentan nicht für die WM spielberechtigt.

Die schlechten Nachrichten für den früheren HSV-Stürmer Paolo Guerrero reißen nicht ab. Nachdem der 34-Jährige wegen Dopings für 14 Monate gesperrt und dies durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS bestätigt worden war, steht fest, dass der Peruaner seinen WM-Traum begraben muss. Nun wurde Guerrero von seinem brasilianischen Klub Flamengo Rio de Janeiro auch noch suspendiert. Gut möglich, dass er seine Karriere nun beenden wird.

Als „Mini-Messi“ und großer Hoffnungsträger war Alen Halilovic 2016 für fünf Millionen Euro vom FC Barcelona zum HSV gewechselt. Er machte nur sieben Pflichtspiele für die Hamburger und wurde ein halbes Jahr später an UD Las Palmas verliehen. In 38 Spielen (zwei  Tore) stand Halilovic für die Spanier auf dem Platz. Den Abstieg aus der Primera Division konnte auch er in diesem Jahr nicht verhindern. Eine Kaufoption über gut vier Millionen Euro wird Las Palmas nicht ziehen, Halilovic gehört ab diesem Sommer wieder zum HSV. Eher Sorgenkind als Hoffnungsträger ist er diesmal. Fest steht: Bei der WM in Russland wird er nicht dabei sein. Auch wenn im vorläufigen WM-Aufgebot der Kroaten gleich 32 Namen auftauchen, Halilovic (neun Länderspiele)  gehört nicht dazu.

Perus Präsident Martin Vizcarra will dem wegen Dopings gesperrten Ex-HSV-Profi Paolo Guerrero doch noch zur Teilnahme an der WM in Russland verhelfen. Er habe die Regierung und den Botschafter Perus in der Schweiz gebeten, Guerrero im Fall einer Berufung beim Schweizer Bundesgericht gegen eine Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs CAS in Lausanne zu unterstützen. Das Bundesgericht könnte die CAS-Entscheidung mit einer Verfügung kippen. Dann könnte der Stürmer zur WM fahren. Der 34-jährige wurde am Montag vom CAS wegen Dopings für 14 Monate gesperrt. Ihm droht damit, bei der ersten WM-Teilnahme seines Landes seit 36 Jahren nicht dabei zu sein. Guerrero war bei einer Kontrolle nach einem Länderspiel Anfang Oktober die Substanz Benzoylecgonin festgestellt worden, die auch in Kokain enthalten ist.

Der frühere HSV-Stürmer Paolo Guerrero wird bei der WM nicht dabei sein dürfen. Der Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne gab einem Antrag der Weltantidopingagentur (WADA) statt, die gerade abgelaufene, halbjährige Dopingsperre für Guerrero auf 14 Monate zu erhöhen. Nach dem WM-Qualifikationsspiel in Argentinien (0:0) im Oktober 2017 war bei Perus Kapitän Benzoylecgonin nachgewiesen worden – ein Abbauprodukt von Koka und Derivaten wie Kokain. Guerrero habe zwar darlegen können, dass der Befund durch die Einnahme eines Tees verursacht wurde und „nicht versucht, seine Leistung durch die Einnahme der verbotenen Substanz zu steigern“, schreibt der CAS. Aber er habe fahrlässig gehandelt, daher die Strafe. Der 34-Jährige versicherte in einem Video, nie Drogen genommen zu haben. Ihm sei eine „schamlose Ungerechtigkeit“ widerfahren, „mein Traum von der WM und vielleicht meine Karriere sind mir geklaut worden“. Guerreros Mutter Petronila Gonzales witterte eine Verschwörung. „Mein Sohn ist am Boden zerstört. Man hat ihm die Beine abgehackt, weil da andere Interessen im Spiel sind“, klagte sie im TV-Sender RPP. Der Schuldige? „Claudio Pizarro, ich bin doch nicht blöd“, fügte sie hinzu. Der Stürmer vom 1. FC Köln habe Guerrero seit gemeinsamen Zeiten beim FC Bayern gemobbt: „Das ist alles von langer Hand vorbereitet. Es ist ein riesiges Komplott“, erklärte Guerreros Mutter, Pizarro (39) habe auf den Platz ihres Sohnes im WM-Kader der Peruaner spekuliert.

Die Saison begann unglaublich schlecht für Johan Djourou. Niederlagen, langwierige Verletzungen und Frust kennzeichneten den Weg des Ex-HSV-Kapitäns, der im Sommer zum türkischen Erstligaklub Antalyaspor gewechselt war. Mittlerweile aber herrscht eitel Sonnenschein: Nach dem 1:0 bei Genclerbirligi haben Djourou und sein Team zwei Partien vorm Saisonende fünf Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge, sind nun Tabellenzwölfter. Auch für Djourou selbst läuft es: Die vergangenen sieben Partien bestritt er von Beginn an, gilt weiter als klarer Anwärter auf den WM-Kader der Schweiz.

Jubel bei Johan Djourou (l.) und seinen Kollegen von Antalyaspor.

Schöner Erfolg für Marcus Berg. Der Ex-HSV-Profi sicherte sich gleich in seiner ersten Saison die Torjägerkrone in den Vereinigten Arabischen Emiraten. 25 Mal traf Berg in 21 Partien für Al-Ain – allein 14 Mal in den letzten fünf Saisonspielen! Neben der Meisterschaft mit seinem Klub die Zugabe für den 31-Jährigen, der im Sommer mit Schweden seine erste WM spielen wird.

Marcus Berg mit Ehefrau Josefine und den drei gemeinsamen Kindern.