Der Streit über die Dopingsperre des Ex-HSV-Profis Paolo Guerrero geht in die nächste Runde. Der Peruaner hat beim Internationalen Sportgerichtshof CAS beantragt, dass die von der FIFA verhängte Sperre zurückgenommen wird. Gleichzeitig forderte die Welt-Anti-Doping-Organisation WADA den CAS auf, den Fall neu aufzurollen und die Sperre auf ein bis zwei Jahre zu verlängern. Der CAS hat aufgrund der Anträge zwei neue Verfahren eingeleitet. Am 3. Mai soll eine Anhörung in Lausanne stattfinden. Der 33 Jahre alte Angreifer war am 5. Oktober 2017 bei einer Dopingkontrolle nach dem 0:0 im Qualifikationsspiel gegen Argentinien positiv getestet worden. Der Weltverband FIFA sperrte den ehemaligen Spieler des FC Bayern und des HSV daraufhin zunächst für 30 Tage, dann für ein Jahr, beginnend mit dem 3. November. Im Dezember wurde die Sperre auf ein halbes Jahr reduziert. Guerrero könnte dadurch für Peru bei der WM in Russland auflaufen. Die Südamerikaner hatten sich erstmals seit 1982 wieder qualifiziert. Guerreros Anwalt hatte das Testergebnis im Winter als unerklärlich bezeichnet. Die bei dem Ex-Bundesliga-Profi entdeckte Substanz sei in Koka-Tee enthalten. Der Genuss von Tee mit Kokablättern und das Kauen der Blätter hätten in den Anden eine lange Tradition, hatte der Anwalt Bichara Neto gesagt. Zugleich wies er aber darauf hin, dass Guerrero gar keinen Koka-Tee getrunken, aber Medikamente wegen einer Grippe eingenommen habe.

HSV-Kapitän Gotoku Sakai bekommt einen neuen Nationaltrainer. Denn Japan hat sich nur zwei Monate vor Beginn der WM von Vahid Halilhodzic getrennt. Zum Nachfolger wurde der bisherige technische Direktor Akira Nishino berufen. Unter dem 65-jährigen Bosnier Halilhodzic konnte sich Japan für die WM in Russland qualifizieren, in den vergangenen Testspielen überzeugte das Team aber nicht. Japan bestreitet sein erstes WM-Spiel am 19. Juni gegen Kolumbien, fünf Tage später steht die Partie gegen Senegal an, am 28. Juni ist Polen letzter Vorrunden-Gegner der Asiaten. Sakai hatte unter Halilhodzic nur noch eine Nebenrolle gespielt. Läuft es unter Nishino besser?

Für Albin Ekdal ist neben dem Klassenerhalt mit dem HSV die WM-Teilnahme im Sommer mit Schweden das große Ziel für 2018. „Die WM ist ein Traum für mich. Es ist das erste Mal seit zwölf Jahren, dass Schweden wieder dabei ist und für mich wäre es die erste Weltmeisterschaft überhaupt“, sagte Mittelfeld-Stratege in einem Interview auf der Vereinshomepage. In der Rückrunde will Ekdal sich in Hamburg als Führungsspieler zeigen: „Ich bin jetzt schon meine dritte Saison hier beim HSV und gehöre zu den dienstälteren Spielern. Wir haben viele junge Spieler mit viel Talent, die wir Führungsspieler anleiten müssen. Mergim, Papa, Bobby, Aaron und ich – wir alle müssen die Verantwortung übernehmen und stets Vorbilder sein.“

Der frühere HSV-Stürmer Paolo Guerrero (33) wird die WM 2018 in Russland wegen eines Dopingvergehens verpassen. Die Disziplinarkommission der FIFA sperrte den Kapitän der peruanischen Nationalmannschaft für ein Jahr. Guerrero war nach dem WM-Qualifikationsspiel gegen Argentinien (0:0) am 5. Oktober positiv auf ein Abbauprodukt von Kokain getestet worden. Am 3. November war Guerrero, der in der Bundesliga für den HSV und Bayern München gespielt hatte, zunächst vorläufig suspendiert worden. Bis zu diesem Tag im Jahr 2018 läuft nun seine Sperre. Guerrero ist bis dahin für alle nationalen und internationalen Spiele mit der Nationalmannschaft und seinem brasilianischen Klub CR Flamengo ausgeschlossen.

Foto: Witters

Die 30-tägige Dopingsperre des früheren HSV-Stürmers Paolo Guerrero (33) ist um weitere 20 Tage verlängert worden. Guerrero, der bereits Perus erfolgreiche WM-Playoffs gegen Neuseeland im November verpasst hatte, wird damit seinem brasilianischen Klub CR Flamengo im Finalhinspiel der Copa Sudamericana gegen Independiente aus Argentinien fehlen. Eine am 5. Oktober nach Perus WM-Qualifikationsspiel in Argentinien entnommene Urinprobe hatte ein „von der Norm abweichendes Analyseergebnis“ hervorgebracht. Deshalb war Guerrero vorläufig für 30 Tage von der FIFA suspendiert worden. Nach einer Anhörung hofft Guerrero, an der WM in Russland im kommenden Jahr teilnehmen zu dürfen.