Nach zehn Spielen hat der VfB Stuttgart bereits sechs Punkte mehr auf dem Konto als der HSV, zuletzt gelang ein überzeugender Erfolg im Derby gegen Freiburg (3:0). Aber vor dem Auftritt in Hamburg warnt Hannes Wolf davor, den angeschlagenen Liga-Dino zu unterschätzen. „Wir dürfen nicht denken, dass es jetzt leichter wird und auf jeden Fall so weiterläuft. Wir müssen es uns wieder total hart erarbeiten und versuchen, auf allen Ebenen unser bestes Spiel zu machen und in jedem Moment voll da zu sein“, so der Trainer der Schwaben.

Einen neuen Job hat nach mehrwöchiger Auszeit Jörn Wolf. Der langjährige HSV-Mediendirektor wird Manager von Bayer Leverkusens Trainer Roger Schmidt. Der 40-Jährige übernimmt offiziell die Position eines „Koordinators Trainer-und Funktionsteam“. Sportdirektor Rudi Völler: „Jörn Wolf wird als Bindeglied die Prozesse zwischen den Teilbereichen des Trainerteams, des physiotherapeutischen und psychologischen Bereichs sowie des restlichen Funktionsteams aufeinander abstimmen. Damit wollen wir die Effizienz der einzelnen Arbeitssegmente erhöhen.“ Roger Schmidt: „Mit der Verpflichtung des im Fußballgeschäft sehr erfahrenen Jörn Wolf haben wir die ideale Besetzung gefunden. Die Moderation zwischen den Spezialisten der einzelnen Teilbereiche wird Jörns Aufgabe sein. Dabei geht es darum, das Potenzial der vielen Spezialisten voll auszureizen und letztlich optimale Bedingungen für unsere Mannschaft zu schaffen.“

Der HSV und Jörn Wolf gehen auf Wunsch des Mediendirektors getrennte Wege. „Nach fast 14 Jahren habe ich das Bedürfnis nach einer Veränderung. Ich habe viele emotionale Momente mit dem HSV erlebt, für die ich sehr dankbar bin. Dem Verein und seinen Leuten werde ich weiterhin eng verbunden bleiben“, sagte der 40-jährige, der von der MOPO zum Liga-Dino gewechselt war. Vorstands-Boss Dietmar Beiersdorfer sagte zur Trennung: „Ich bedauere Jörns Entscheidung, respektiere sie aber. Jörn hat sehr viel für unseren Klub geleistet. Er war stets ein zuverlässiger und starker Mitstreiter für den HSV. Ich wünsche ihm für seine Zukunft alles Gute.“ Die Rolle des Pressesprechers übernimmt Wolfs bisheriger Stellvertreter Till Müller.

Das Transferfenster ist geschlossen, doch der HSV hat dennoch zugeschlagen und wird seine Medienabteilung verstärken. Ab November übernimmt Till Müller den Posten des Stellvertreters von Mediendirektor Jörn Wolf. Der gebürtige Schleswig-Holsteiner war in den vergangenen sechs Jahren Pressesprecher beim aktuellen Regionalligisten Jahn Regensburg.