46.739 Zuschauer – das war zumindest die offizielle Zahl, die der HSV nach dem 0:0 gegen Mainz kommunizierte. Tatsächlich waren Tausende Karteninhaber dem Spiel allerdings ferngeblieben. Dennoch: Auch die offizielle Zuschauerzahl verstärkt den Trend von der Flucht der Fans aus dem Volkspark. Aktuell beträgt der Schnitt noch 49.462, das sind 2858 Zuschauer pro Spiel weniger als in der Vorsaison. Einen so verheerenden Rückgang verzeichnet kein anderer Bundesligist. Einzig Hertha BSC stößt überhaupt in ähnliche Regionen vor (1855 Zuschauer weniger/Schnitt: 45.529). Noch liegt der HSV hinter Dortmund, München, Schalke, Stuttgart und Gladbach auf Platz sechs des Rankings, dürfte aber bald von Frankfurt (48.708) überholt werden. In der 2. Liga wird der Schnitt voraussichtlich noch einmal deutlich absinken. Zum Vergleich: In Stuttgart und Hannover kommen in der aktuellen Bundesliga-Saison rund 6000 Zuschauer mehr zu den Heimspielen als das in der 2. Liga der Fall war.

Die letzten beiden Heimspiele des Jahres gegen Wolfsburg und Frankfurt waren dürftig besucht. Das schlägt sich natürlich auch auf den Zuschauerschnitt des HSV aus. Insgesamt 451.910 Fans waren in der Hinrunde im Volksparkstadion – das bedeutet bei neun Heimspielen einen Schnitt von 50.212 (Auslastung 88 Prozent). Damit steht Hamburg ligaweit „nur“ noch hinter Dortmund, Bayern, Schalke, Stuttgart und Gladbach auf Rang sechs des Zuschauer-Rankings. Und von hinten macht Eintracht Frankfurt (49.763) Druck. Bedenklich ist, dass in der Hinrunde mit Bayern, Dortmund und Werder bereits die Teams im Volkspark zu Gast waren, gegen die traditionell am meisten Fans kommen. Nur das Spiel gegen München war mit 57.000 Zuschauern ausverkauft.