Kein HSV-Spieler war in Wolfsburg häufiger am Ball als Douglas Santos. 62 Ballkontakte hatte der Brasilianer, der zudem mit einer beeindruckenden Passquote (86 Prozent) glänzen konnte. In den Zweikämpfen lief’s hingegen weniger gut. Nur sechs seiner 22 direkten Duelle gewann der Olympiasieger – das entspricht einem Wert von 27 Prozent und ist sicher ausbaufähig.

Es dürfte vermutlich nicht nur am griechischen Essen liegen, aber Kyriakos Papadopoulos zeigte sich in Wolfsburg vor allem in den Zweikämpfen hungrig auf den Sieg. 15 seiner 20 direkten Duelle gewann der 26-Jährige – das entspricht 75 Prozent. „Papa“ war damit der zweikamfstärkste Spieler auf dem Platz. Zum Vergleich: Wolfsburgs Innenverteidiger Robin Knoche (50 Prozent) und Felix Uduokhai (48 Prozent) entschieden nur knapp die Hälfte ihrer Zweikämpfe für sich. Auch Gideon Jung gewann 50 Prozent seiner zwölf Zweikämpfe.

Gegen den HSV zu spielen kann oft mit Schmerzen verbunden sein. Denn kein Verein der Bundesliga absolviert so viele Zweikämpfe (225 im Schnitt pro Spiel) wie die Hamburger. Gegner Hoffenheim ist hingehen mit nur 48,5 Prozent gewonnener Zweikämpfe das zweikampfschwächste Team der Liga. Ein entscheidender Vorteil für das Spiel morgen?

Nach ausgeglichener ersten Hälfte war Hertha nach der Pause klar tonangebend. Das spiegelt sich auch in der Statistik wider. In den zweiten 45 Minuten lautete das Torschussverhältnis 10:2 für die Berliner. Auch bei den Eins-gegen-Eins-Duellen ließ der HSV extrem nach. Gewannen die Hamburger vor der Pause noch 57 Prozent aller Zweikämpfe, lag die Erfolgsbilanz hier nach dem Seitenwechsel nur noch bei 43 Prozent.

Lang, lang ist’s her. Von 2007 bis 2010 kickte Jerome Boateng für den HSV. Gestern absolvierte er sein bereits 250. Pflichtspiel für die Bayern – und traf womöglich für längere Zeit zum letzten Mal auf seinen Ex-Klub. Boatengs Zweikampfquote gegen den HSV lag übrigens bei 100 Prozent! Die HSV-Angreifer zwangen ihn allerdings auch nur in fünf direkte Duelle.

Ob Tore fallen, wird sich zeigen. Aber auf jeden Fall gibt es für die Profis von RB Leipzig und dem HSV heute gehörig auf die Socken, denn es ist das Duell der beiden Mannschaften, die pro Spiel die meisten Zweikämpfe führen. Die Hamburger kommen im Schnitt auf 220 in 90 Minuten, der Vizemeister auf 217. Allerdings sind die „Roten Bullen“ energischer und entscheiden 52 Prozent der Duelle Mann gegen Mann für sich, was die zweitbeste Quote bedeutet. Der HSV kommt mit 49 Prozent auf Rang 13.