Uhr -

Wieso Nationaltorhüter Baumann eine besondere Verbindung zum HSV hat

Oliver Baumann ist einer von nur 14 Fußballern mit mehr als 500 Bundesliga-Spielen – eine enorme Zahl. Ausgerechnet eine Partie gegen den HSV ist ihm dabei in besonderer Erinnerung. Im Oktober 2013 verschuldete der inzwischen 35-Jährige alle drei Gegentore beim 0:3 seines Ex-Klubs Freiburg im Volksparkstadion. Trotz dieser schmerzhaften Erfahrung sei das Spiel für ihn persönlich und seine Frau „sehr wichtig“ gewesen, sagte der heutige Hoffenheimer in einem Interview auf der Vereinsinternetseite. Seine Frau sei war nach dem Spiel „fix und fertig“ gewesen, bei ihm dagegen sei es „gar nicht so schlimm“ gewesen. „Ich wusste relativ schnell, was ich falsch gemacht habe und wie ich es einordne. Sie sah nur: Fehler, Gegentore, Spiel verloren. Sie weiß ja, wie die Presse dann funktioniert“, erklärte er den Unterschied und führte aus: „Wir saßen in meinem Auto und ich sagte nur: ‚Schatz, es ist nicht schlimm!‘ Die Fans hatten mich nach dem Spiel ja sogar noch gefeiert, das war sehr schön. Ich habe meine Frau dann beruhigen müssen. Und das nächste Spiel gewinnen wir dann 3:0 in Nürnberg, die Bälle sind mir links und rechts aufs Tor geflogen und ich hatte dann Anteil am Sieg. Fehler sind für einen Torwart wichtig, um daraus zu lernen. Nach dem Hamburg-Spiel kam auch der damalige HSV-Keeper René Adler zu mir und sagte: ‚Lieber machst du drei Fehler in einem Spiel als jeweils einen Fehler in drei Spielen‘. Diesen Satz wiederholt meine Frau auch heute noch, das ist ihr im Kopf geblieben. Das war die Woche, die vermutlich für meine Karriere am wichtigsten war.“