„Geilste Entscheidung ever“: Diese HSV-Wahl hat Marcell Jansen geprägt
Marcell Jansen durchlief einen ungewöhnlichen Karriereweg. Mit Blick auf seine Stationen wird das noch nicht deutlich. Borussia Mönchengladbach, der FC Bayern, der HSV – und die Nationalmannschaft. Das hört sich zunächst nach einer sehr erfolgreichen Karriere an. Das war sie auch. Umso überraschender kam das verkündete Karriereende mit 29 Jahren. Das tat Jansen jedoch nicht, weil er den Fußball nicht mehr geliebt hätte, wie er im Podcast „Mental Health is Body Health“ berichtete.

„Ich wusste einfach, dass diese Zeit zwischen 30 bis 40 massiv entscheidend ist für mich als Mensch“, so Jansen. Nach seinem Karriereende 2015 kehrte er 2018 in den Amateurbereich zurück und spielte bis 2025 für die Drittvertretung des HSV. „Nach sechs Jahren Amateure, 50, 60 Tore in der Oberliga, Landesliga. Viele Spiele zwischen Hochhäusern mit Flutlichtmasten, was die geilste Entscheidung ever war, muss ich sagen.“ Während seiner Zeit als Profi habe er das „Hobby“ Fußball verloren. „Noch mal mein Hobby zurückzubekommen für sechs Jahre, das war eigentlich das Schönste überhaupt. Das war so geil, das kann ich gar nicht sagen, wie ich das genossen habe.“
Er habe die Möglichkeit gehabt, in die Türkei oder nach China zu wechseln, das Geld mitzunehmen. Doch er habe sich gedacht: „Wenn ich jetzt den einfachen Weg gehe, noch mal zwei, drei Jahre mache, die Kohle mitnehme – dann mache ich danach irgendwie einen auf Investor und hänge dann irgendwann mit so einem unzufriedenen Lifestyle sinnlos irgendwo rum.“ Jansen hat sich jedoch nicht für diesen „einfachen“ Weg entschieden, „weil ich gemerkt habe, die Welt wartet nicht darauf, dass wir aufhören mit Fußball“.
