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Bericht: Kuntz-Nachfolge? Bei wem der HSV gute Chancen hat

Während der Kampf um den Klassenerhalt beim HSV allzeit präsent ist, läuft im Hintergrund die Suche nach einem Nachfolger für den kurz nach Neujahr entlassenen Sportvorstand Stefan Kuntz. Einer der Namen, die in diesem Zusammenhang schon länger im Volkspark herumgeistern, ist der von Sebastian Kehl. Der 46-Jährige ist aktuell Sportdirektor beim kommenden HSV-Gegner Borussia Dortmund. Obwohl die Schwarz-Gelben von den sportlichen und finanziellen Möglichkeiten her zwei bis drei Regale über den Hamburgern einzuordnen sind, hätte der HSV offenbar gute Chancen auf eine Verpflichtung.

Dafür sprechen dem „Abendblatt“ zufolge zwei Gründe. Erstens: Headhunter Hendrik Mook von der Berater-Agentur Pedersen & Partners, die vom HSV mit der Vorstandssuche beauftragt wurde, soll ein gutes Verhältnis zu Kehl haben, was dessen Chancen, in der Hamburger Gunst zu steigen, zumindest „nicht verschlechtert“ habe. Der zweite und ungleich bedeutendere Grund: Kehl strebe nach einem Posten in der ersten Reihe und würde vom BVB aufgrund seiner Verdienste für den Klub – als Spieler spielte er mehr als 13 Jahre lang in Dortmund – bei diesem Vorhaben wohl keine Steine in den Weg gelegt bekommen. Beim BVB sind die Aussichten auf den nächsten Karriereschritt begrenzt, an Sport-Geschäftsführer Lars Ricken sei kein Vorbeikommen. Eine Ablöse würde zwar fällig werden, langwierige Verhandlungen seien jedoch nicht zu befürchten.