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Nach Wirbel um MOPO-Interview: So reagiert Polzin auf die brisanten Glatzel-Aussagen

Unter der Woche sorgte ein Interview, das Robert Glatzel der MOPO gegeben hatte, für Aufregung rund um den HSV. Der Stürmer äußerte darin unter anderem unverblümt sein Unverständnis über die geringen Spielanteile. Am Donnerstagnachmittag wurde Merlin Polzin auf die Aussagen des Stürmers angesprochen und sagte: „Ich betrachte es differenziert: Ich glaube, dass die Meinung, die Bobby hat, A) jedem Spieler zusteht und es B) für mich oder für uns als Trainerteam auch nichts Neues ist, dass Spieler, die unzufrieden sind über Einsatzzeiten oder ihre Rolle, das auch kundtun. Das ist völlig legitim. Da führen wir sehr intensive Gespräche und haben eine sehr ehrliche Kommunikation mit den jeweiligen Spielern. Das ist das eine.“

Die andere Seite der Medaille sei „der Vorgang an sich, der dahintersteckte. Bobby hat sich bewusst dafür entschieden, das auf diese Art und Weise zu machen. Das sind Dinge, die nicht mit den Regeln, die wir im Verein haben, oder mit der Haltung auch im Generellen im Einklang sind“, so Polzin. „Demnach haben wir es intern geklärt, haben klare Worte gefunden, waren auch klar im Austausch auf unterschiedlichen Ebenen mit Bobby, um da auch einen Haken hinter zu machen. Denn am Ende ist ganz entscheidend, dass wir als HSV am Ende der Saison ein Ziel erreichen wollen: den HSV in der Liga zu etablieren. Da spielen alle Spieler, die auf dem Feld stehen, der gesamte Staff und alle, die beim HSV arbeiten, eine ganz wichtige Rolle.“ Man sei aber „so gefestigt in allem, was wir machen, dass das dann eher ein Thema ist für außen oder für die Emotionalität, die den HSV ausmacht“.

Nachhaltige Konsequenzen, etwa in Form einer Verbannung aus dem Kader, habe Glatzel aber nicht zu befürchten: „Ich bin vielleicht zu norddeutsch und zu sehr aus Hamburg, dass mich das nicht aus der Ruhe bringt oder irgendwie nochmal umdenken lässt. Sondern wir sind offen für gute Trainingsleistungen, wir sind offen für einen erfolgreichen Weg.“ Jeder Spieler sei „herzlich dazu eingeladen, gute Leistungen zu bringen und sich dem Team zu verschreiben“.