Ex-HSV-Boss plötzlich in Doppel-Funktion: „Mussten uns schütteln“
Der 1:0-Sieg im prestigeträchtigen Niedersachsen-Derby gegen Eintracht Braunschweig und nur zwei Punkte Rückstand auf die Aufstiegsplätze: Rein sportlich gibt es bei Hannover 96 derzeit keinen Grund zur Unruhe. Für selbige sorgte am Wochenende dann jedoch ein Knall auf der Führungsebene: Am Sonntag gaben der Klub und Geschäftsführer Jörg Schmadtke ihre Trennung bekannt – und das nach nur drei Monaten. Interimsweise übernehmen nun zwei ehemalige HSV-Funktionäre: Ralf Becker (Sportdirektor) und Henning Bindzus (kaufmännischer Geschäftsführer) werden vorübergehend auch Schmadtkes Verantwortungsbereich abdecken. Von der Trennung war Becker nicht minder überrascht als die Fans: „Ich habe es zwei Stunden vor der öffentlichen Bekanntgabe erfahren und war ebenso überrascht“, sagte der 55-Jährige. „Wir mussten uns sicherlich mal einen Tag ein bisschen schütteln.“ Nun aber gelte es, „den Blick nach vorn zu richten.“ Becker war zwischen Mai 2018 und Mai 2019 als Sportvorstand des HSV tätig, Bindzus leitete von Januar 2019 an zwei Jahre lang die Marketingabteilung der Hamburger.
