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Ex-Schiri Gräfe: BVB-Ausgleich gegen den HSV war irregulär!

Die zweite Halbzeit des HSV-Gastspiels bei Borussia Dortmund (2:3) war so rasant, dass für tiefergehende Regelkunde kaum Platz war. Mit ein paar Tagen Abstand wird jedoch deutlich: Der 2:2-Ausgleich, der aus einem falschen Einwurf von William Mikelbrencis resultierte, hätte nicht zählen dürfen – meint zumindest Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe. Via X erklärte der 52-Jährige, dass das Tor „irregulär gefallen“ sei. Der Grund: „Der Einwurf wurde nicht korrekt ins Spiel gebracht und da ist dann regeltechnisch kein Vorteil möglich – sondern nur Einwurf für den BVB.“ Stattdessen ließ Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck weiterlaufen, Sekunden später drückte Serhou Guirassy den Ball zum Ausgleich über die Linie. Der VAR dürfe in dieser Situation jedoch nicht eingreifen, unter anderem, weil nur die Angriffsphase und mögliche Vergehen ab Beginn der Dortmunder Ballbesitzperiode überprüft würden. Die Szene habe einzig in der Bewertung des Unparteiischen vor Ort gelegen. Eine Vorteilsauslegung sei nach dem Regelwerk nicht zulässig. Zur kommenden Saison sei eine Regeländerung geplant, „dann soll ein Vorteil auch beim Einwurf möglich sein.“ Mit Blick auf das Dortmund-Spiel bringt dem HSV diese Anpassung aber nichts mehr.