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Kritik bei HSV-Rivale Werder: Thioune setzt auf „Noise Cancelling“ 

Wie schnell die Bewertung der eigenen Arbeit bei einem großen Traditionsklub in beide Richtung gehen kann, wusste Daniel Thioune bereits aus seiner Zeit beim HSV. In Bremen machte er diese Erfahrung nun erneut: Seine ersten beiden Spiele als Trainer der Grün-Weißen gingen verloren. Prompt kam Kritik am 51-Jährigen auf, die Thioune aber richtig einzuordnen weiß: „Das gehört ein Stück weit dazu. Natürlich haben wir drei Spiele verloren. Klar, dann werden die Stimmen lauter. Aber jetzt haben wir gerade eine etwas erfolgreichere Phase. Ich lasse mich davon nicht treiben, versuche, mich auf das Wesentliche zu reduzieren, und bin überzeugt von dem, was ich mache“, sagte der Übungsleiter gegenüber „Sky Sport“. Häufig herrsche nach einem Trainer-Wechsel eine überzogene Erwartungshaltung vor, bemängelt Thioune: „Im besten Fall wird Veränderung immer direkt an Ergebnissen gemessen und maximal erfolgreich. Aber wenn ein Trainer es schafft, innerhalb von 48 Stunden Dinge zu verändern, die sich über längere Zeit eingeschliffen haben, dann ist er eher Zauberer als Trainer. Man kann in 48 Stunden nicht das verändern, wofür man vielleicht die nächsten 48 Tage braucht.“ Um sich von den öffentlichen Tendenzen nicht verrückt machen zu lassen, sei „Noise Cancelling“ sehr wichtig: die Unterdrückung störender Umgebungsgeräusche.