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Ex-Hamburg-Profi Barbarez erfüllt sich WM-Traum – HSV gratuliert

Trotz seiner langen Spieler-Karriere wird es für ihn im Sommer eine Premiere werden. Ex-HSV-Profi Sergej Barbarez wird zum ersten Mal an einer Weltmeisterschaft teilnehmen, zwar nicht als Spieler, aber immerhin als Trainer. Der 54-Jährige hat Bosnien-Herzegowina am Dienstag als Trainer zur ersten WM-Qualifikation seit zwölf Jahren geführt. Im Elfmeterschießen gegen die hochfavorisierten Italiener konnten sich die Bosnier schließlich durchsetzen, nachdem es nach 120 Minuten 1:1 gestanden hatte. Die Italiener waren durch Moise Kean früh in Führung gegangen, dann jedoch durch einen Platzverweis ins Hintertreffen geraten. Ab der 41. Spielminute versuchte der Europameister von 2021 folglich, die Führung nur noch über die Zeit zu bringen – erfolglos, schließlich konnte Bundesliga-Profi Haris Tabakovic in der 79. Minute hochverdient ausgleichen.

„Ich habe ihnen gesagt, sie sollen rausgehen und Spaß haben. Ich habe es in ihren Augen gesehen, ich mag sie wirklich sehr, sie sind Jungs mit Charakter“, erklärte Barbarez, der gesehen hatte, wie sein Team die Italiener über weite Phasen der Partie in den Strafraum drängte. Gestresst war er vor dem Duell mit einer der größten Fußball-Nationen jedoch nicht: „Ich bin noch nie so ruhig in ein Spiel gegangen. Ich habe noch nie so ruhig ein Spiel beendet.“ Nach dem Spiel ließ sich der ehemalige Stürmer, der von 2000 bis 2006 das Trikot des HSV getragen hatte, von seinen Spielern feiern.

Bosnien wird damit erst zum zweiten Mal in der Geschichte des Landes an einer Weltmeisterschaft teilnehmen. Für Barbarez wird es sogar die erste sein. Auch der HSV gratulierte seinem ehemaligen Spieler am Mittwoch auf Social Media zur WM-Qualifikation: „Was für eine Nacht für Sergej Barbarez und das bosnische Team. Herzlichen Glückwunsch für den Sieg und das Erreichen der Weltmeisterschaft.“