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„Vertrauen verloren“: Titz stinksauer – auch wegen eines HSV-Profis

Auch Minuten nach dem Abpfiff war er immer noch sauer. Ex-HSV-Trainer Christian Titz kämpft zurzeit mit Hannover 96 um den Aufstieg in die erste Bundesliga, kam am vergangenen Wochenende aber nicht über ein 1:1 gegen die SV Elversberg hinaus. Dafür gibt er vor allem dem Schiedsrichter die Schuld, der gleich mehrere Fehlentscheidungen zu verantworten hätte, vor allem beim Elfmeter, der zum Ausgleich führte. „Ich habe das Vertrauen in die Bildgebung verloren. Sie ist einfach nicht mehr das, was sie uns geben sollte“, sagte der Coach über die aus seiner Sicht strittige Szene. Der Unparteiische Robert Kampka entschied nach dem Foul von Noel Aseko an Elversberg-Profi und HSV-Leihgabe Immanuel Pherai in der zweiten Hälfte auf Strafstoß. Zwar gab es einen kurzen VAR-Check, doch der Schiedsrichter selbst sah sich die Szene nicht an.

Daran störte sich Titz besonders. „Es war ja so gewesen, dass es gar nicht die Nutzung der Bildgebung in meinen Augen gab. Ich würde mir ja wünschen, dass wir sie nutzen. Dass der Schiedsrichter rausgeht und sich die Szenen anschaut.“ Das Spiel hätte so möglicherweise einen anderen Verlauf genommen, meinte Titz. Der Abstand der 96er zum direkten Kontrahenten aus Elversberg auf dem Relegationsrang beträgt zwei Punkte. Der zweite Rang, der direkt in die Bundesliga führt, ist vier Zähler von den Niedersachsen entfernt. Die Gastgeber waren in der ersten Halbzeit überlegen. Elversberg stand lange sicher in der Abwehr und versuchte es mit wenigen Kontern. „Wir hatten deutlich bessere Torchancen – und speziell in der ersten Halbzeit hätten wir mit einem 2:0 das Spiel ein Stück weit für uns entscheiden können“, haderte Titz. Für den ehemaligen HSV-Trainer steht nun als Nächstes das Topspiel gegen den Tabellenvierten aus Darmstadt an.