Kahn gegen Helmer: HSV-Vorstandssuche spaltet Expertenrunde
Der HSV sucht seit Januar einen Sportvorstands-Nachfolger für Stefan Kuntz, von dem man sich im Winter zum damaligen Zeitpunkt überraschend trennte. Eine externe Agentur ist nun seit Wochen auf der Suche nach geeigneten Kandidaten für den vakanten Posten. Dieses Vorgehen sorgte am Sonntag in der „Sky90“-Talkrunde für Diskussionsstoff. Denn zwei ehemalige Weltklasse-Profis wurden sich nicht einig, wie sie diese Entscheidung der Rothosen bewerten sollen. „Es ist doch ein Zeichen von Professionalität. Du holst dir doch mal Leute und hörst dir gewisse Dinge an. Die haben wahrscheinlich ein ganz klares Profil, eine klare Idee, was die Person alles erfüllen muss. Ich finde die Vorgehensweise hochprofessionell“, pflichtete Ex-Bayern-München-Boss Oliver Kahn den Hanseaten bei.
Der langjährige Nationaltorwart bekam allerdings direkt Kontra von Europameister Thomas Helmer. „So ein Unternehmen kennt sich sicher im Wirtschaftlichen gut aus. Aber der sportliche Bereich ist etwas ganz anderes. Die Mechanismen im Fußball sind anders“, bemängelte dieser. Die sportliche Fachkompetenz ist aus Hellmers Sicht am Ende ausschlaggebend. Das letzte Wort sollte Kahn gehören, der seinen Punkt erneut deutlich machte. „Ich möchte doch ein so breites Bild wie möglich haben. Was soll das an Schwäche bedeuten? Muss ich immer in meiner eigenen Suppe herumschwimmen?“, fragte er. „Ich möchte auch mal andere Perspektiven haben, um zu einer vernünftigen Entscheidung zu kommen.“
