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„Persönlich betroffen“: Polzin äußert sich zu Dompés Alkohol-Fahrt

Dieser Vorfall wurde für den HSV mitten im Klassenkampf zur Zerreißprobe. Im Januar dieses Jahres wurde Jean-Luc Dompé von der Hamburger Polizei mit dem Auto angehalten. Bei ihm wurde ein Alkoholwert von 1,34 Promille festgestellt. Nach dem Besuch auf dem Revier fuhr der Franzose mit einem E-Scooter davon und handelte sich die zweite Anzeige binnen weniger Stunden ein. In der neuen Ausgabe des „Abendblatt“-Podcasts „HSV, wir müssen reden“ spricht Trainer Merlin Polzin über den besagten Abend und die Tage danach. „Wir wussten, dass es einen Vorfall gibt. Dann ging alles Schlag auf Schlag“, schildert er die Ereignisse. „Klar ist man persönlich betroffen, wenn man viele schöne und schwierige Momente geteilt hat.“

In der Folge gesteht der 35-Jährige, dass Dompé einen gewissen Kredit bei ihm verspielt hatte. „Natürlich leidet das Verhältnis in dem Moment, weil es meine Aufgabe ist, das Gesamtgefüge im Blick zu haben und zu managen. Er hat der Mannschaft und dem Verein sehr geschadet. Er ist seiner Verantwortung nicht gerecht geworden. Fehler gehören zum Leben dazu, aber es geht um den Umgang.“ Die Suspendierung des Flügelflitzers war eigentlich unvermeidlich. Im Anschluss bekam Dompé unter anderem eine satte Geldstrafe aufgebrummt. Polzin kam nach dem Sieg gegen Eintracht Frankfurt im Saisonendspurt noch mal auf das Thema zu sprechen. „Ich habe zum Staff gesagt: Ein Schiff fängt nicht an zu sinken, wenn Wasser von außen kommt, sondern wenn es von innen da ist“, erklärt er im Podcast. „Das soll symbolisch dafür stehen, dass es im Mannschaftssport schwierig wird, wenn es von innen bröckelt. Und das war damals der Fall.“